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Friedliche Antifa-Demo in Wien, Identitäre marschierten in Döbling

Redaktionelle Szene zum Thema „Friedliche Antifa-Demo in Wien, Identitäre marschierten in Döbling“

In Wien sind am Samstag Antifaschistinnen und Antifaschisten friedlich zum Stephansplatz gezogen, während in Döbling Identitäre durch den Bezirk marschierten. Die Polizei trennte die beiden Lager über weite Strecken und eskortierte eine Gruppe rechtsextremer Demonstranten schließlich von einer U1-Station weg.

Nach den vorliegenden Angaben starteten am Samstagnachmittag Gruppen aus verschiedenen Punkten der Innenstadt nach kurzen Auftaktkundgebungen in Richtung Stephansplatz. Der Aufmarsch verlief demnach ruhig und ohne größere Zwischenfälle. Gleichzeitig formierte sich in Döbling ein Auftritt rund um die Identitäre Bewegung, deren Sprecher Martin Sellner dort einen Imagefilm drehte.

Besonders brisant war die Situation an der U1: Dort tauchte eine Gruppe von Neonazis auf, die nach Angaben aus dem Umfeld der Proteste pöbelnd auftrat. Polizisten der WEGA sicherten die Gruppe und begleiteten sie in die U-Bahn. Die Eskalation blieb damit begrenzt, die Gegendemonstration konnte ohne Störung weitergehen.

Die parallelen Aktionen in Wien zeigen erneut, wie stark die rechtsextreme Szene versucht, öffentliche Räume für Inszenierungen zu nutzen, während sich ihr Gegenprotest zunehmend in geordneten und friedlichen Formen organisiert. Dass die Polizei an mehreren Orten präsent sein musste, unterstreicht die angespannte Lage zwischen Antifa-Mobilisierung und Auftritten der Identitären.

In Döbling stand dabei nicht ein klassischer Demonstrationszug im Vordergrund, sondern ein inszenierter Auftritt der Identitären. Sellner nutzte die Brücke im Bezirk für Dreharbeiten, während die Gruppe sich im öffentlichen Raum präsent zeigte. Der Auftritt reiht sich in die wiederkehrenden Versuche der Bewegung ein, mit Bildern und kurzen Aktionen Aufmerksamkeit zu erzeugen.

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