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FPÖ hält René Schimanek trotz Verurteilung in einem Parteijob

Redaktionelle Szene zum Thema „FPÖ hält René Schimanek trotz Verurteilung in einem Parteijob“

René Schimanek, im März 2026 rechtskräftig wegen NS-Wiederbetätigung zu einem Jahr bedingter Haft verurteilt, ist in der FPÖ weiterhin beschäftigt. Der frühere Stadtrat von Langenlois schied zwar als Büroleiter von Nationalratspräsident Walter Rosenkranz aus, behielt aber einen anderen blauen Job. Während andere nach dem Urteil gehen mussten, bleibt Schimanek im Parteiapparat eingebunden.

Schimanek hatte nach seiner Verurteilung noch im Gerichtssaal angekündigt, aus der FPÖ auszutreten und als Stadtrat in Langenlois zurückzutreten. Das Urteil gilt für die Partei auch deshalb als heikel, weil es einen langjährigen Funktionär trifft, der im Umfeld der Freiheitlichen bereits mehrere Funktionen ausgeübt hat. Nach außen wollte die FPÖ damit offenbar Distanz schaffen.

Tatsächlich zeigt der Fall nun ein anderes Bild. Schimanek wird weiter von der Partei versorgt, obwohl andere Betroffene im Umfeld der Freiheitlichen Konsequenzen ziehen mussten. Welche konkrete Rolle er derzeit innehat, bleibt im politischen Betrieb sensibel: Die FPÖ vermeidet es, die Personalie breiter zu erklären, der Umgang mit dem Verurteilten sorgt aber intern wie öffentlich für Fragen.

Der Fall ist auch deshalb politisch brisant, weil er über den Einzelfall hinausweist. Wiederbetätigungs-Verurteilungen treffen bei der FPÖ regelmäßig auf besonders strenge öffentliche Beobachtung, weil die Partei immer wieder mit einschlägigen Vorwürfen und Grenzüberschreitungen in Verbindung gebracht wird. Dass Schimanek trotz rechtskräftigem Urteil in einem parteinahen Job verbleibt, steht damit im Widerspruch zu den Distanzierungsbekundungen, die nach außen abgegeben wurden.

Schimanek war vor seiner Tätigkeit im Umfeld von Rosenkranz bereits als Stadtrat in Langenlois aktiv. Nach dem Urteil im Frühjahr 2026 hatte er einen Rückzug aus der Parteipolitik angekündigt, vollzogen wurde dieser Schritt aber nur teilweise. Für die FPÖ bleibt die Personalie damit ein Problem, das sich nicht mit einem formalen Statement erledigen lässt.

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