Der Internationale Skiverband (FIS) hat Alexandra Meissnitzer nach kritischen Äußerungen über die Lage im Verband vom Kongress ausgeschlossen. Die frühere Weltcupsiegerin erhielt demnach eine Klagsdrohung der FIS und wurde für den Kongress nicht zugelassen. Am Donnerstag steht bei dem Treffen die Wahl an.
Meissnitzer hatte sich in einem Interview über die Situation im Skiverband geäußert. Daraufhin kam es zum Konflikt mit der FIS, der nun in der Ausladung von der Veranstaltung mündete. Der Fall sorgt im Umfeld des Verbands für zusätzlichen Unmut, weil der Kongress in einer Phase stattfindet, in der wichtige personelle Entscheidungen anstehen.
Wahl beim Kongress steht bevor
Beim FIS-Kongress am Donnerstag wird gewählt. Damit rückt die Frage in den Vordergrund, wie der Verband mit Kritik von außen und internen Spannungen umgeht. Dass eine frühere Spitzensportlerin und langjährige Funktionärsfigur ausgerechnet vor diesem Termin ausgeschlossen wird, verleiht dem Vorgang zusätzliche Brisanz.
Meissnitzer, die als Ex-Weltcupsiegerin zu den bekanntesten österreichischen Stimmen im Skisport zählt, hatte die Entwicklungen im Verband öffentlich eingeordnet. Die Reaktion der FIS fiel ungewöhnlich scharf aus. Statt einer inhaltlichen Auseinandersetzung steht nun der Ausschluss vom Kongress im Raum, begleitet von rechtlichen Drohungen.
Der Vorfall reiht sich in eine Phase ein, in der die FIS immer wieder wegen ihres Umgangs mit Kritik und internen Machtfragen in die Schlagzeilen gerät. Für Österreich ist der Fall auch deshalb relevant, weil Meissnitzer seit Jahren zu den prägenden Figuren im heimischen Skisport zählt und ihre Position im Verband traditionell Gewicht hat.









