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Ex-Elitesoldat schulte Identitäre in Gewalttraining, Wiener Kellerlokal wurde in der Nacht geräumt

Redaktionelle Szene zum Thema „Ex-Elitesoldat schulte Identitäre in Gewalttraining, Wiener Kellerlokal wurde in der Nacht geräumt“

In Wien-Margareten ist in der Nacht auf Freitag das Kellerlokal der Identitären in der Ramperstorffergasse geräumt worden. Gegen 2.30 Uhr hörten Anrainer laute Geräusche, wenig später wurden vermummte Personen gesehen, die Gitterrahmen und Alkohol in einen weißen Lieferwagen verluden. Das Material wurde um 2.45 Uhr an einen unbekannten Ort gebracht.

Die Szene fällt in eine Phase, in der rund um die rechtsextreme Gruppierung neue Details aus internen Unterlagen öffentlich wurden. Demnach soll ein früherer Elitesoldat Mitglieder der Identitären im Umgang mit Gewalt ausgebildet haben. Die Unterlagen zeichnen zudem ein Bild enger ideologischer und personeller Verbindungen bis in politische Kreise hinein. In den Dokumenten ist von Kontakten der Gruppe bis hinauf in die FPÖ-Spitze und in frühere blaue Ministerien die Rede.

Die Räumung des Lokals steht auch im Zusammenhang mit einem Aktionstag, der für Samstag angekündigt war. Vor dem Haus in der Ramperstorffergasse fragen sich Anrainer, warum das Lokal ausgerechnet jetzt im Fokus steht und ob die Behörden stärker eingreifen werden. Das Umfeld gilt seit Jahren als Treffpunkt der Szene, das Kellerlokal war entsprechend auch ein sichtbares Symbol für die Präsenz der Identitären im fünften Wiener Gemeindebezirk.

Die nun bekannt gewordenen Akten und Beobachtungen geben Einblick in Strukturen, die über reine Selbstdarstellung hinausgehen. Sie deuten auf eine Gruppierung hin, die nicht nur ideologisch radikal auftritt, sondern auch auf organisierte Abschottung und ein ausgeprägtes Sicherheitsdenken setzt. Dass aus dem Lokal ausgerechnet in der Nacht vor dem geplanten Aktionstag Möbel und Material abtransportiert wurden, verstärkt die Aufmerksamkeit rund um den Standort zusätzlich.

Für Wien bedeutet der Fall auch eine erneute Debatte über das Vorgehen der Sicherheitsbehörden im Umgang mit rechtsextremen Netzwerken. Die Kombination aus konkreten Beobachtungen im Grätzel, internen Dokumenten und der nun erfolgten Räumung macht den Fall über den Bezirk hinaus relevant.

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