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Christkindl-Briefe aus der Nachkriegszeit gefälscht: 65-Jähriger in Wels verurteilt

Redaktionelle Szene zum Thema „Christkindl-Briefe aus der Nachkriegszeit gefälscht: 65-Jähriger in Wels verurteilt“

Das Landesgericht Wels hat einen 65-jährigen Mann wegen gefälschter und verkaufter Christkindl-Briefe aus der Nachkriegszeit zu 18 Monaten bedingter Haft verurteilt. Laut Anklage entstand dabei ein Schaden von rund 80.000 Euro. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Im Zentrum des Verfahrens standen seltene Briefmarken aus dem Jahr 1950 vom Postamt Christkindl in Steyr. Diese Marken sind unter Sammlern begehrt und können laut den Angaben im Verfahren je nach Erhaltung und Seltenheit bis zu 800 Euro wert sein.

Der Mann soll die Originalmarken von Kuverts entfernt und durch Fälschungen ersetzt haben. Damit die Manipulationen möglichst echt wirkten, malte er demnach sogar Stockflecken mit Wasserfarben auf die Ränder der Marken. Solche bräunlichen Verfärbungen entstehen normalerweise durch feuchte Lagerung oder Schimmelpilzsporen.

Über einen Zeitraum von acht Jahren blieb das Vorgehen unentdeckt. Erst später fiel auf, dass bei den begehrten Sammlerstücken manipuliert worden war. Die Staatsanwaltschaft bezifferte den Schaden auf rund 80.000 Euro.

Christkindl-Briefe aus Steyr gelten seit Jahren als gesuchte Stücke in der Philatelie. Der Fall zeigt, wie anfällig der Markt für seltene postalische Sammlerobjekte ist, wenn Originale und Fälschungen äußerlich kaum zu unterscheiden sind.

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