Ein Mann ist am Dienstag am Landesgericht Wiener Neustadt wegen einer Attacke auf seine Lebensgefährtin zu fünf Monaten bedingter Haft und einer Geldstrafe von 720 Euro verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Vorwurf der Nötigung hielt vor Gericht nicht stand.
Dem Angeklagten wurde zur Last gelegt, seine Partnerin im Juni in Seebenstein im Bezirk Neunkirchen mit Handschellen gefesselt und in den Keller gezerrt zu haben. Danach soll er sie mit der Faust ins Gesicht geschlagen, Mund und Augen zugeklebt und sie mit einem Elektroschocker attackiert haben.
Die Frau erlitt laut den Feststellungen unter anderem eine Schädelprellung, einen Bluterguss an der rechten Augenhöhle, eine Brustkorbprellung, eine Rissquetschwunde im inneren Bereich der Oberlippe und Rötungen. Verurteilt wurde der Mann wegen Körperverletzung und Waffenbesitzes.
Der Fall reiht sich in die hohe Zahl häuslicher Gewalt in Österreich ein. Nach offiziellen Angaben ist etwa jede fünfte Frau im Land von körperlicher Gewalt betroffen. Beratungs- und Hilfsangebote gibt es unter anderem über die Frauenhelpline 0800/222 555 sowie Frauenhäuser und Gewaltschutzzentren. Für Männer in Krisensituationen stehen die Männerinfo unter 0800/400 777 und der Männernotruf unter 05 76 77 zur Verfügung.









