Die Zahl der Pflegegeldbezieher ist im Juni auf 508.897 gestiegen und lag damit um 1,5 Prozent über dem Wert des Vorjahresmonats. Gegenüber Mai ergab sich nur ein leichtes Plus, die Marke von einer halben Million Anspruchsberechtigten wurde damit aber weiterhin klar überschritten.
Im Vergleich zum Vorjahr nahm der Kreis der Bezieherinnen und Bezieher um 7.692 Personen zu. Schon im Mai 2025 war erstmals die Grenze von 500.000 überschritten worden, seither blieb die Zahl stabil über diesem Niveau. Für den Sozialstaat ist das ein Hinweis darauf, dass der Bedarf an Unterstützung weiter hoch bleibt – trotz einzelner Schwankungen von Monat zu Monat.
Frauen deutlich in der Mehrheit
Von den Pflegegeldbeziehern waren im Juni 310.040 Frauen, das entspricht rund 61 Prozent. Männer stellten 198.857 Anspruchsberechtigte und damit 39 Prozent. Der überwiegende Anteil der Betroffenen ist damit weiblich, was auch mit der höheren Lebenserwartung von Frauen zusammenhängt.
Bei der Verteilung auf die sieben Pflegestufen entfielen knapp 30 Prozent auf Stufe eins. 20,5 Prozent wurden in Stufe zwei eingestuft, 18,5 Prozent in Stufe drei. Auf die Stufen vier bis sieben entfielen zusammen gut 31 Prozent der Bezieher. Die Einstufung richtet sich nach dem monatlichen Pflegebedarf in Stunden und bestimmt die Höhe der Leistung.
Leistung seit Jahresbeginn erhöht
Das Pflegegeld wurde mit 1. Jänner erneut angehoben. Die Erhöhung erfolgte wie seit 2020 nach dem sogenannten Anpassungsfaktor. Für 2026 beträgt dieser laut Sozialministerium 2,7 Prozent und entspricht damit dem Wert für die Pensionen. Damit wurden die Beträge an die Teuerung angepasst, um die Kaufkraft der Leistung zumindest teilweise abzusichern.
Die Entwicklung unterstreicht den anhaltend hohen Pflegebedarf in Österreich. Mit mehr als einer halben Million Beziehern zählt das Pflegegeld längst zu den zentralen Leistungen des Sozialstaats. Die steigende Zahl erhöht zugleich den Druck auf das Pflegesystem, das angesichts der demografischen Entwicklung weiter vor größeren Herausforderungen steht.









