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Trumps USA bleiben in der Kriegsfalle gefangen

Redaktionelle Szene zum Thema „Trumps USA bleiben in der Kriegsfalle gefangen“

Die USA von Donald Trump kommen aus der Kriegsfalle vorerst nicht heraus. Trotz der Hoffnungen auf einen schnellen Deal hat sich die Lage in der Golfregion weiter verschärft, während die militärischen Kosten steigen und die politischen Risiken für die Republikaner vor den Zwischenwahlen zunehmen.

Auslöser ist die anhaltende Eskalation rund um den Konflikt in der Golfregion, in den die USA mit Luftschlägen und einer verstärkten militärischen Präsenz eingebunden sind. Trumps Regierung hatte nach außen den Eindruck erweckt, einen Weg zur Deeskalation gefunden zu haben. Doch die jüngsten Entwicklungen zeigen das Gegenteil: Die Gewalt hält an, die amerikanische Verstrickung wird tiefer, und ein rasches Ende ist nicht in Sicht.

Für Trump ist die Lage politisch heikel. Einerseits wollte er sich im Wahlkampf als Präsident präsentieren, der Amerika aus kostspieligen Auslandseinsätzen heraushält. Andererseits steht seine Regierung nun genau dort, wo er sich vermeiden wollte: in einem militärischen Konflikt mit unklarer Dauer, unüberschaubaren Folgen und wachsenden Lasten für Armee und Haushalt.

Besonders riskant ist das mit Blick auf die Republikaner im Kongress. Wenn sich der Einsatz verlängert und die Zahl der Opfer steigt, droht der Partei ein Thema, das ihre innenpolitische Bilanz belastet. Krieg und Außenpolitik können in den USA rasch zur Belastungsprobe werden, vor allem dann, wenn ein greifbarer Erfolg ausbleibt und die Öffentlichkeit nur steigende Kosten wahrnimmt.

Hinzu kommt, dass die Krise in der Golfregion nicht isoliert bleibt. Jede weitere Zuspitzung kann die Energiepreise, die Sicherheitslage von Verbündeten und die amerikanische Glaubwürdigkeit in der Region beeinflussen. Für Washington bedeutet das: Je länger der Konflikt dauert, desto schwerer wird es, einen Ausweg zu finden, der militärisch tragfähig und politisch vermittelbar ist.

Trump setzt damit auf eine riskante Mischung aus Härte und Schadensbegrenzung. Sollte es nicht bald zu einer stabilen Entspannung kommen, könnte aus dem versprochenen außenpolitischen Erfolg ein dauerhaftes Problem werden – mit Folgen weit über die Golfregion hinaus.

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