US-Präsident Donald Trump erwägt im Krieg gegen den Iran nach Angaben aus dem Umfeld der Regierung eine weitere Ausweitung der militärischen Operationen. Neben zusätzlichen Kampfjets soll demnach auch der Einsatz von Bodentruppen geprüft werden. Parallel dazu steigt der Ölpreis weiter, während die Straße von Hormus für einen Großteil des weltweiten Öl- und Flüssiggashandels faktisch blockiert bleibt.
Die Meerenge zwischen Iran und Oman gilt als eines der wichtigsten Nadelöhre der Weltwirtschaft. Vor der Eskalation liefen nach den vorliegenden Angaben rund 20 Prozent des globalen Öl- und Flüssiggashandels durch die Passage. Teheran hat angekündigt, keinen Tropfen Öl und kein Flüssiggas passieren zu lassen, solange die US-Angriffe in der Region anhalten. Damit gerät auch der internationale Energiemarkt unter zusätzlichen Druck.
Trump selbst präsentierte die Lage zuletzt demonstrativ anders. Die USA kontrollierten die Meerenge, die Iraner dagegen gar nichts, sagte er. Auch die jüngsten amerikanischen Luftangriffe stellte er als Erfolg dar. Nach seinen Worten hätten die USA die iranischen Ziele erneut schwer getroffen; militärisch habe der Iran fast alles verloren.
Nach Angaben des US-Regionalkommandos CENTCOM wurden bei den Angriffen iranische Anlagen zur Flugabwehr und Küstenüberwachung, Raketen- und Drohnenabschussrampen sowie Kommunikationsnetzwerke attackiert. Die jüngste Angriffswelle erfolgte in der neunten Nacht in Folge. Trump begründete sie als Vergeltung für den Tod zweier US-Soldaten am vergangenen Freitag.
Seit Beginn des neuen Krieges mit dem Iran Ende Februar sind nach den vorliegenden Angaben 17 US-Soldaten getötet worden. Die Revolutionsgarden in Teheran reagierten ihrerseits ebenfalls mit Angriffen. Wie weit die militärische Eskalation noch gehen soll, ist damit offen – klar ist aber, dass sich die Fronten zwischen Washington und Teheran weiter verhärten und die Folgen längst über den Nahen Osten hinausreichen.









