Die USA verlegen zusätzliche Kampfflugzeuge in den Nahen Osten, während sich die militärische Konfrontation mit dem Iran weiter zuspitzt. Nach US-Medienberichten stammen die Maschinen aus Deutschland und Großbritannien. Parallel dazu bombardierte das US-Militär in der neunten Nacht in Folge Ziele im Iran.
US-Präsident Donald Trump begründete die jüngsten Angriffe mit dem Tod mehrerer US-Soldaten. Die Angriffe seien „zu Ehren“ der „großartigen Patrioten“ erfolgt, die im Einsatz gewesen seien, „damit der Iran keine Atomwaffen bekommen kann“, sagte Trump nach seiner Rückkehr vom WM-Endspiel vor Journalisten. „Wir haben sie heute Nacht wieder sehr hart getroffen“, sagte er weiter.
Das zuständige US-Regionalkommando CENTCOM teilte nach der Angriffswelle mit, man habe im Iran militärische Kommandozentralen, Anlagen zur Flugabwehr und Küstenüberwachung, Vorrichtungen für Raketenabschüsse und Drohnenstarts sowie Kommunikationsnetzwerke ins Visier genommen. Aus dem Iran wurden Explosionen aus mehreren Regionen gemeldet, darunter aus Tabris im Norden, der Hafenstadt Tschahbahar am Golf von Oman, Konarak in der Provinz Sistan-Belutschistan sowie Mahschahr und Bandar Imam Chomeini im Südwesten des Landes.
Die Eskalation erhöht auch die Sorge um die Schifffahrt in der Straße von Hormus. Die Meerenge zählt zu den wichtigsten Seewegen für den weltweiten Transport von Öl, Gas und Düngemitteln. Angriffe auf Handelsschiffe in diesem Gebiet könnten die internationale Energieversorgung und die ohnehin angespannte Lage in der Region weiter belasten.
Angst vor einer Ausweitung des Kriegs
Mit der Verlegung weiterer Kampfjets verstärken die USA ihre militärische Präsenz in einer Region, in der bereits zahlreiche Staaten auf die Zuspitzung blicken. Der Konflikt zwischen Washington und Teheran droht damit über die bisherigen Luftangriffe hinauszuweisen und auch den Seeverkehr im Persischen Golf stärker zu gefährden.









