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USA und Iran drohen sich nach Angriffen mit Vergeltung

Redaktionelle Szene zum Thema „USA und Iran drohen sich nach Angriffen mit Vergeltung“

Nach dem Tod zweier US-Soldaten bei iranischem Beschuss und aufeinanderfolgenden amerikanischen Luftangriffen haben sich die Spannungen zwischen den USA und dem Iran weiter verschärft. Beide Seiten kündigten Vergeltung an und heizen damit die Sorge vor einer weiteren Eskalation im Nahen Osten an.

Das US-Zentralkommando CENTCOM teilte mit, dass die amerikanischen Streitkräfte in der Nacht auf Sonntag erneut Ziele im Iran angegriffen hätten. Es war demnach bereits der achte Angriff in Folge. Nach US-Angaben richteten sich die Schläge auch gegen die iranischen Revolutionsgarden, die zuvor Angriffe auf amerikanische Soldaten in Jordanien verübt haben sollen.

Auslöser der neuen Zuspitzung war der Tod zweier US-Soldaten am Freitag in Jordanien. Sie kamen nach Angaben von CENTCOM ums Leben, als sich die US-Streitkräfte und Verbündete gegen iranische Raketen- und Drohnenangriffe verteidigten. Ein weiterer Soldat wird weiterhin vermisst. Mit den beiden Toten steigt die offiziell bekannte Zahl der im Krieg gegen den Iran gefallenen US-Soldaten auf 16.

Auch Teheran drohte umgehend mit einer Antwort. Irans oberster Führer Ayatollah Ali Khamenei erklärte, der „amerikanische Feind“ werde „unvergessliche Lektionen“ erhalten. Khamenei, der sich bisher öffentlich kaum gezeigt hat, stellte die USA als Kriegstreiber dar und warnte vor noch höheren Kosten für Washington.

Die Lage ist auch deshalb heikel, weil sich beide Seiten inzwischen gegenseitig für die weitere Eskalation verantwortlich machen. Die USA verweisen auf die Angriffe auf ihre Soldaten und auf Einrichtungen in der Region, der Iran auf die amerikanischen Luftschläge. Mit jeder neuen Attacke wächst das Risiko, dass sich der Konflikt über Syrien, Jordanien und den Irak hinaus weiter ausdehnt.

Die jüngsten Ereignisse markieren eine der schwersten Zuspitzungen im Verhältnis zwischen Washington und Teheran seit Beginn der militärischen Auseinandersetzungen in der Region. Eine politische Deeskalation ist vorerst nicht in Sicht.

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