Bei israelischen Luftangriffen im Gazastreifen sind nach Angaben örtlicher Behörden zehn Menschen getötet worden, darunter drei Kinder. In der Stadt Gaza sei am Samstag eine Wohnung getroffen worden, in der sich nach Angaben des von der islamistischen Hamas kontrollierten Zivilschutzes die Eltern und drei Kinder einer Familie aufgehalten hätten. Ein weiteres Kind der Familie habe den Angriff überlebt.
Die israelische Armee erklärte, sie habe in der Stadt Gaza einen Angriff gegen „einen Hamas-Terroristen“ ausgeführt. Das Ergebnis des Einsatzes werde noch ausgewertet, hieß es von einer Armeesprecherin. Zu den weiteren Angriffen äußerte sich das Militär zunächst nicht.
Nach Angaben des Zivilschutzes wurden in der Stadt Gaza außerdem drei weitere Menschen getötet, als eine Gruppe von Zivilisten angegriffen worden sei. Zwei weitere Todesopfer habe es bei Angriffen an anderen Orten im Gazastreifen gegeben, erklärten Vertreter der Gesundheitsbehörden.
Die Angaben lassen sich unabhängig nur schwer überprüfen. Im Gazastreifen werden die Opferzahlen seit Kriegsbeginn von den dortigen Gesundheitsbehörden und dem Zivilschutz regelmäßig veröffentlicht, während das israelische Militär eigene Angaben zu Ziel und Wirkung seiner Einsätze macht.
Seit dem 10. Oktober gilt im Gazastreifen eine fragile Waffenruhe. Trotzdem kommt es immer wieder zu gegenseitigen Vorwürfen über Verstöße. Nach Angaben des Hamas-Gesundheitsministeriums wurden seit Beginn der Feuerpause mindestens 1144 Palästinenser getötet. Im selben Zeitraum seien nach israelischen Militärangaben fünf israelische Soldaten und ein Zivilist, der für das Verteidigungsministerium tätig war, im Gazastreifen getötet worden.









