Die Gewerkschaft GPA hat ihre internen Untersuchungen zu einer Chat-Affäre abgeschlossen. Dabei wurden auf eigentlich gelöschten Geräten nach Angaben aus dem Umfeld der Aufarbeitung zwei weitere Handy-Gruppen mit grauslichen Inhalten entdeckt. Insgesamt stehen damit vier Gruppen im Zusammenhang mit der Affäre im Raum.
Die Untersuchungen waren mit Datenforensikerinnen und -forensikern durchgeführt worden. Ziel war es, die Vorwürfe rund um die internen Chats vollständig aufzuarbeiten und mögliche weitere Beteiligte oder Gruppierungen zu identifizieren. Dass auf gelöschten Geräten noch Inhalte rekonstruiert werden konnten, zeigt den Umfang der technischen Auswertung.
Nach Abschluss der Analyse setzt die GPA nun auf Verhaltensschulungen für ihre Funktionäre und Beschäftigten. Damit soll offenbar verhindert werden, dass sich derartige Vorfälle wiederholen. Die Gewerkschaft will damit auch ein Signal nach innen senden, dass sie auf die Affäre mit organisatorischen Konsequenzen reagiert.
Parallel dazu richtet die GPA einen Appell an die Politik. Die Affäre ist damit nicht nur ein internes Disziplinar- und Aufarbeitungsproblem, sondern hat auch eine politische Dimension. Gerade für eine Organisation, die sich als Vertreterin von Arbeitnehmerinteressen versteht, steht die Glaubwürdigkeit besonders auf dem Spiel.
Die Chat-Affäre hatte innerhalb der Gewerkschaft bereits im Vorfeld für erheblichen Druck gesorgt. Mit dem nun abgeschlossenen Prüfprozess und den zusätzlichen Funden dürfte die Aufarbeitung jedoch noch nicht beendet sein. Entscheidend wird sein, ob aus den Ergebnissen auch personelle oder strukturelle Konsequenzen folgen.









