Die Ablöse des Faxgeräts im österreichischen Gesundheitswesen zieht sich weiter hin: Die Regierung verlängert die Übergangsregelung für die Übermittlung sensibler Gesundheitsdaten um ein weiteres Jahr. Der Grund ist, dass die endgültige technische Lösung noch nicht überall funktioniert. Damit bleibt ein Digitalisierungsprojekt offen, das seit 14 Jahren läuft.
Ursprünglich sollte das Fax im Gesundheitsbereich längst ersetzt sein. In der Praxis wird die Übermittlung von Befunden, Arztbriefen und anderen medizinischen Informationen aber weiterhin nicht flächendeckend über ein einheitliches digitales System abgewickelt. Die neuerliche Verlängerung zeigt, dass die Umstellung an technischen und organisatorischen Fragen hängt.
Besonders betroffen sind Spitäler, Ordinationen und andere Einrichtungen, die im Alltag auf einen raschen und sicheren Datenaustausch angewiesen sind. Für sie ist die Übergangsregelung weiterhin wichtig, weil die alte Technik im Hintergrund noch mitläuft, solange die neue Lösung nicht überall einsatzbereit ist.
Die Verzögerung ist auch politisch heikel: Die Ablöse des Faxes gilt seit Jahren als Symbol für die schleppende Digitalisierung im Gesundheitswesen. Dass das Projekt nach 14 Jahren noch immer nicht abgeschlossen ist, unterstreicht die Schwierigkeiten bei der Vereinheitlichung von IT-Systemen in einem stark zergliederten Bereich.









