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Mareterra: Monaco gewinnt sechs Hektar neues Stadtviertel am Meer

Redaktionelle Szene zum Thema „Mareterra: Monaco gewinnt sechs Hektar neues Stadtviertel am Meer“

Monaco hat mit Mareterra ein neues Stadtviertel erhalten, das auf aufgeschüttetem Land im Mittelmeer steht. Der Stadtstaat gewann dadurch rund sechs Hektar Fläche hinzu. Das Projekt gilt als eines der ambitioniertesten Bauvorhaben des Fürstentums und soll zugleich als Modell für künftige Uferentwicklungen dienen.

Mareterra liegt an der Küste des Fürstentums und wurde als Erweiterung des extrem knappen Stadtgebiets geplant. Monaco gehört mit gut zwei Quadratkilometern Fläche zu den kleinsten Staaten der Welt; zusätzlicher Raum ist dort seit Jahrzehnten nur durch Neubauten oder Landgewinnung zu schaffen. Mit dem neuen Viertel entstehen Wohnungen, Grünflächen, ein Hafenbereich und öffentliche Wege direkt am Meer.

Der Ausbau wurde unter Fürst Albert II. vorangetrieben. Das Projekt ist Teil einer städtebaulichen Strategie, mit der Monaco den Druck auf seinen begrenzten Boden auffangen will. Gleichzeitig stand bei der Planung die ökologische Dimension im Vordergrund: Die Arbeiten sollten so ausgeführt werden, dass die Eingriffe in das Meeresumfeld möglichst gering bleiben und sich das Viertel in die Küstenlinie einfügt.

Solche Landgewinnungen sind in Monaco nicht neu. Das Fürstentum hat in der Vergangenheit bereits mehrfach das Meer zurückgedrängt, um zusätzliche Bauflächen zu schaffen. Mareterra ist jedoch deutlich größer und architektonisch aufwendiger als frühere Projekte. Es ist damit nicht nur eine weitere Erweiterung, sondern auch ein Prestigevorhaben, das den Anspruch Monacos unterstreicht, trotz seiner geringen Größe weiter zu wachsen.

Für den Immobilienmarkt des Fürstentums ist Mareterra von besonderer Bedeutung. Monaco zählt seit Jahren zu den teuersten Wohnorten der Welt, neue Flächen sind entsprechend knapp und begehrt. Das neue Viertel soll diesen Druck zumindest teilweise abfedern und zugleich zeigen, wie sich Urbanisierung in einem dicht bebauten Küstenstaat künftig gestalten lässt.

Mit der Eröffnung von Mareterra verschiebt sich die Grenze zwischen Stadt und Meer ein Stück weiter hinaus. Für Monaco ist das ein weiterer Beleg dafür, wie sehr das Land seine begrenzte Fläche technisch und planerisch ausreizt, um Raum für Wohnen, Freizeit und Repräsentation zu schaffen.

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