US-Vizepräsident JD Vance hat den Umgang der Regierung mit den Akten zum Sexualstraftäter Jeffrey Epstein scharf kritisiert und einen Kommunikationsfehler eingeräumt. „Wenn die Leute sagen wollen, wir hätten die Epstein-Veröffentlichung falsch gehandhabt: schuldig“, sagte Vance im Podcast „The Joe Rogan Experience“. Die Kommunikation sei „komplett vermasselt“ worden.
Mit der Aussage reagierte Vance auf die anhaltende Kritik an der Freigabe und Aufbereitung der Unterlagen rund um den 2019 gestorbenen Epstein. Der Fall beschäftigt die US-Politik seit Jahren, weil er Verbindungen zu einflussreichen Personen, Verschwörungserzählungen und Forderungen nach weiterer Transparenz ausgelöst hat. Vor allem im Umfeld von Präsident Donald Trump war der Umgang mit den Akten zuletzt erneut zum politischen Thema geworden.
Vance stellte sich damit nicht grundsätzlich gegen die Veröffentlichung von Material, sondern vor allem gegen die Art der Kommunikation. Der Vorwurf, die Regierung habe den Prozess schlecht gesteuert, kommt für das Weiße Haus zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck aus Politik und Öffentlichkeit hoch bleibt. Die Epstein-Akten sind in den USA längst mehr als ein Justizfall; sie sind auch ein Test dafür, wie offen die Regierung mit heiklen Unterlagen umgeht.
Epstein war nach seiner Verurteilung wegen Sexualstraftaten erneut angeklagt worden und 2019 in einer Gefängniszelle in New York tot aufgefunden worden. Sein Tod und seine Kontakte zu Prominenten, Geschäftsleuten und Politikern nähren bis heute Spekulationen und Forderungen nach weiteren Enthüllungen. Jeder neue Umgang der Behörden mit den Unterlagen wird deshalb genau beobachtet.









