Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Verteidigungsminister Mychailo Fedorow abgelöst und damit die Regierungsspitze neu geordnet. Fedorow erklärte seinen Rücktritt, zugleich mussten auch andere Spitzen der Regierung ihre Ämter niederlegen. Selenskyj begründete die Umbildung mit „neuen Herausforderungen und neuen Aufgaben“.
Der Schritt kommt in einer Phase, in der die Ukraine weiter unter dem Druck des russischen Angriffskriegs steht und die politische Führung in Kiew ihre Strukturen immer wieder an neue militärische und organisatorische Anforderungen anpasst. Ein Wechsel an der Spitze des Verteidigungsressorts ist in diesem Kontext besonders sensibel, weil das Ministerium für Waffenbeschaffung, Mobilisierung und internationale Militärhilfe zentral ist.
Umbau an der Spitze der Regierung
Mit Fedorows Rücktritt endet eine nur kurze Amtszeit. Die personellen Änderungen betreffen nach den vorliegenden Angaben nicht nur das Verteidigungsministerium, sondern weitere Schlüsselpositionen in der Regierung. Selenskyj setzt damit auf einen breiteren Umbau, der die politische Führung in Kiew in mehreren Ressorts betrifft.
Der Präsident sprach in seiner Begründung von veränderten Anforderungen. Inhaltlich deutet das auf eine Anpassung der Regierungsarbeit an die aktuelle Lage im Krieg hin. Gerade im Verteidigungsbereich steht die ukrainische Führung seit Monaten unter dem Druck, militärische Abläufe effizienter zu organisieren und die Unterstützung aus dem Ausland verlässlich zu halten.
Wer Fedorow unmittelbar nachfolgen soll und welche weiteren Posten neu besetzt werden, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor. Fest steht aber: Selenskyj nutzt die Umbildung, um die Regierungsspitze in einer sicherheitspolitisch heiklen Phase neu auszurichten.









