Der Iran hat nach neuen US-Angriffen auf Ziele im Land zwei Öltanker in der Straße von Hormus beschossen. Die Attacken verschärfen die Lage in einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt und erhöhen das Risiko für den internationalen Ölverkehr im Nahen Osten.
Nach den vorliegenden Angaben reagierte Teheran damit auf eine erneute Angriffswelle der USA gegen mehrere Ziele im Iran. Die Straße von Hormus gilt als strategisch besonders sensibel, weil durch sie ein erheblicher Teil des global gehandelten Rohöls transportiert wird. Angriffe auf Tanker dort haben daher unmittelbare Folgen für die Sicherheit der Seerouten und für die Ölpreise.
Die Eskalation folgt auf eine bereits angespannte Sicherheitslage in der Region. Seit dem Krieg im Nahen Osten und den wiederholten Konfrontationen zwischen den USA und dem Iran ist die Gefahr von Zwischenfällen auf See und an militärischen Stellungen deutlich gestiegen. Mit dem Beschuss der Tanker setzt Teheran nun ein Signal, das über die unmittelbaren Ziele hinaus auch die internationale Handelsschifffahrt betrifft.
Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman. Über die nur rund 50 Kilometer breite Meerenge läuft ein großer Teil der Öl-Exporte aus Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, dem Irak, Kuwait und dem Iran selbst. Schon einzelne Attacken oder Drohungen in diesem Seegebiet können die Transportkosten und die Nervosität an den Energiemärkten rasch erhöhen.
Die US-Angriffe auf iranische Ziele und die Antwort gegen Tanker zeigen, wie schnell sich der Konflikt zwischen Washington und Teheran auf die Schifffahrt und auf die Versorgungslage in der Region auswirken kann. Für die internationale Politik wächst damit der Druck, eine weitere Ausweitung der Auseinandersetzung zu verhindern.









