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US-Gelder und WhatsApp: Wie Marco Rubio Venezuelas Regierung mitsteuern soll

Redaktionelle Szene zum Thema „US-Gelder und WhatsApp: Wie Marco Rubio Venezuelas Regierung mitsteuern soll“

US-Außenminister Marco Rubio soll Venezuela nach einem Bericht der „New York Times“ nicht nur politisch begleiten, sondern auch über WhatsApp in den täglichen Abläufen mitbestimmen. Demnach kontrollieren Rubio und sein Team die Verteilung von US-Geldern an Caracas und legen fest, wofür das Geld verwendet wird. Mehrere Quellen aus dem Umfeld der Regierungen in Washington und Caracas bestätigten der Zeitung, dass die USA Venezuela dafür wöchentlich ein festes „Taschengeld“ zuweisen.

Im Zentrum steht laut dem Bericht die neue venezolanische Präsidentin Delcy Rodríguez, die nach dem Sturz von Ex-Präsident Nicolás Maduro und der Machtübernahme der USA Anfang Jänner an die Spitze des Landes gerückt sein soll. Rubio stehe mit Rodríguez in engem Kontakt, obwohl er Venezuela seit der Machtverschiebung nicht mehr besucht habe. Die beiden tauschten demnach über WhatsApp nicht nur politische Botschaften, sondern auch Geburtstagsgrüße, Selfies und private Plaudereien auf Spanisch aus.

Die freundliche Kommunikation verdeckt nach Darstellung der „New York Times“ allerdings ein deutliches Abhängigkeitsverhältnis. Rodríguez sei auf die US-Gelder angewiesen, um die Bezahlung ihrer Mitarbeiter sicherzustellen. Damit behielten die USA nicht nur Einfluss auf den Finanzfluss, sondern auch auf zentrale staatliche Ressourcen und Abläufe im Land.

Besonders brisant ist dem Bericht zufolge die Situation unmittelbar nach der Entführung von Ex-Präsident Maduro. Dieser habe Rodríguez direkt angerufen und ihr die Wahl gelassen, mit den USA zusammenzuarbeiten oder einen groß angelegten Angriff auf Infrastruktur, militärische Stützpunkte oder hochrangige Amtsträger zu riskieren. Nach Verhandlungen habe Rodríguez der Kooperation zugestimmt.

Seitdem, so die Darstellung, werde Venezuela unter Aufsicht der USA geführt. Das Land sei damit in einer politisch außergewöhnlichen Lage: formell von einer venezolanischen Präsidentin geführt, faktisch aber an die finanzielle und sicherheitspolitische Steuerung aus Washington gebunden. Der Fall zeigt, wie eng die neue Machtordnung in Caracas mit den USA und insbesondere mit Rubio verknüpft ist.

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