Der republikanische US-Senator Lindsey Graham ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Das teilte sein Büro mit. Nach Angaben aus der Erklärung starb der enge Verbündete von US-Präsident Donald Trump am Samstag nach einer „kurzen und plötzlichen Krankheit“.
Graham aus South Carolina zählte über Jahre zu den prägenden außenpolitischen Stimmen der Republikaner. Er vertrat gegenüber Russland und dem Iran eine harte Linie und trat auch international immer wieder als scharfer Kritiker autoritärer Regime auf. Erst am Freitag hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dem Senator auf X für seinen zehnten Besuch in der Ukraine gedankt und Bilder des Treffens veröffentlicht.
Nach US-Medienberichten war Graham zuletzt von einer Reise aus der Ukraine zurückgekehrt. Noch am Samstag verständigte er sich gemeinsam mit einem republikanischen und zwei demokratischen Kollegen auf verschärfte Sanktionen gegen Russland. Damit blieb der Senator bis zuletzt in zentrale außenpolitische Debatten in Washington eingebunden.
Trump würdigte seinen Parteifreund auf seiner Plattform Truth Social mit ungewöhnlich persönlichen Worten. Graham sei „einer der großartigsten Menschen und Senatoren“ gewesen, die er je gekannt habe, schrieb der Präsident. Auch aus dem Umfeld des Senators kam am Samstag eine kurze Mitteilung: Die Familie bitte in dieser „extrem schwierigen Zeit“ um Respekt für ihre Privatsphäre.
Graham war in den vergangenen Jahren immer wieder auch auf europäischen Sicherheitsforen präsent, darunter bei der Münchner Sicherheitskonferenz. Im Februar trat er dort am Rande der Konferenz bei einer Großveranstaltung der iranischen Exil-Opposition auf. Der Republikaner galt als einer der bekanntesten und einflussreichsten Hardliner seiner Partei in der US-Außenpolitik.









