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Tofan soll Moldau auf EU-Kurs halten

Redaktionelle Szene zum Thema „Tofan soll Moldau auf EU-Kurs halten“

Die moldauische Präsidentin Maia Sandu hat den Investmentexperten und Unternehmer Vasile Tofan mit der Regierungsbildung beauftragt. Der 44-Jährige soll als neuer Premierminister das Land auf dem Weg in die Europäische Union voranbringen. Für Tofan ist die Unterzeichnung des Beitrittsabkommens mit der EU im Jahr 2028 das erklärte Ziel.

Tofan wurde von der pro-europäischen Regierungspartei Aktion und Solidarität (PAS) vorgeschlagen, die nach den formellen Konsultationen mit den Fraktionen auf ihn setzte. PAS-Chef Igor Grosu verwies auf dessen Erfahrung im Business-, Management- und Investitionsbereich und erklärte, Tofan werde die Bemühungen um die europäische Integration intensivieren.

Der designierte Regierungschef ist in der Wirtschafts- und Finanzszene kein Unbekannter. Er studierte an der Erasmus-Universität Rotterdam und an der Harvard Business School, zudem ist er Senior Partner und Mitglied des Investitionskomitees des Finanzinvestors Horizon Capital. Mit diesem Profil soll er nun eine politische Aufgabe übernehmen, die für Moldau zentral ist: die Annäherung an die EU trotz anhaltender geopolitischer Spannungen in der Region.

Sandu setzt damit auf eine Führungsperson mit internationalem Wirtschaftsprofil, nachdem die PAS ihre Kandidatur intern abgestimmt hatte. Tofan dankte der Präsidentin für das Vertrauen und signalisierte, dass er den EU-Beitritt als oberste Priorität sieht. Die Regierung in Chișinău steht damit weiter klar auf europäischem Kurs – in einem Land, das seit Jahren zwischen Reformdruck, wirtschaftlichen Herausforderungen und dem Einfluss Russlands balanciert.

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