Die Schweiz spielt im WM-Achtelfinale gegen Kolumbien um den Einzug in das erste Viertelfinale bei einer Weltmeisterschaft seit dem Heimturnier 1954. Anpfiff ist um 22 Uhr, übertragen wird die Partie live im ORF. Für das Team von Murat Yakin wäre es ein historischer Schritt, nachdem die Eidgenossen in der Vorrunde und im bisherigen Turnierverlauf einen stabilen Eindruck hinterlassen haben.
Manzambi als Spielmacher, Kobel gibt Rückhalt
Besonders im Fokus steht Freiburgs Juwel Johan Manzambi, der als einer der Senkrechtstarter des Turniers gilt und von Beginn an als Spielmacher auflaufen dürfte. Dahinter setzt die Schweiz auf ihre eingespielte Achse in der Defensive: Torhüter Gregor Kobel, dazu die Innenverteidiger Manuel Akanji und Fabian Elvedi. Dieses Gerüst hat dem Schweizer Spiel bislang Struktur und Sicherheit gegeben.
Kolumbien reist allerdings mit einer starken Bilanz in die K.o.-Runde. Die Südamerikaner haben in ihren ersten vier Spielen erst ein Gegentor kassiert und treten mit einem auf Ballkontrolle ausgerichteten Spiel an. Die Viererkette rund um Abwehrchef Sánchez gilt als eingespielt und hatte auch mit Portugal und Cristiano Ronaldo keine großen Probleme.
Kolumbiens Stärke liegt in der Ordnung
Die entscheidende Frage für die Schweiz dürfte daher sein, ob sie die kolumbianische Ballbesitzstruktur unter Druck setzen kann. Das Team aus Südamerika zeigt bislang viel Kontrolle im Aufbau und wenig Schwächen in der Absicherung. Auf Schweizer Seite könnten die Offensivakzente deshalb noch wichtiger werden als in den bisherigen Partien.
Ein Unsicherheitsfaktor bleibt bei Kolumbien die Offensive. Nach der Verletzung von Angreifer Córdoba sind dort Fragezeichen geblieben. Für die Schweiz eröffnet das die Chance, das Spiel mit einer kompakten Ordnung und schnellen Übergängen nach vorne offen zu halten.
Für die Eidgenossen geht es nicht nur um den Aufstieg ins Viertelfinale, sondern auch um ein Stück WM-Geschichte. Der letzte entsprechende Erfolg liegt mehr als sieben Jahrzehnte zurück. Mit einem Sieg gegen Kolumbien würde die Schweiz einen ihrer größten Turniermomente seit langem erreichen.









