Cristiano Ronaldo hat nach seinem sechsten WM-Auftritt das Ende seiner Weltmeisterschafts-Laufbahn in Aussicht gestellt, einen endgültigen Rücktritt aber offengelassen. Der 41-jährige Portugiese sagte nach dem Turnier, dass mit dieser Endrunde für ihn „wahrscheinlich“ Schluss sei. Gleichzeitig klang durch, dass er sich ein kleines Hintertürl für ein mögliches Comeback offenhält.
Damit bleibt eines der größten Themen rund um die portugiesische Nationalmannschaft vorerst ungeklärt. Ronaldo hätte bei einer weiteren WM-Endrunde das Alter von 45 Jahren erreicht – ein Wert, den selbst für einen Ausnahmespieler nur wenige noch für realistisch halten würden. Sicher ist: Mit seinen sechs Weltmeisterschaften hat der Stürmer eine Marke gesetzt, die im modernen Fußball kaum zu überbieten sein dürfte.
Für Portugal endet die WM damit nicht nur sportlich, sondern auch symbolisch in einer Übergangsphase. Ronaldo war über viele Jahre das Gesicht der Auswahl, prägte die Mannschaft als Kapitän und blieb auch im hohen Alter der zentrale Bezugspunkt im Angriff. Ob er bei künftigen Qualifikationsspielen noch einmal eine Rolle spielt, bleibt offen.
Zusätzlich verändert sich das Umfeld des Teams. Nationaltrainer Roberto Martínez trat nach dem Turnier zurück. Damit steht Portugals Verband vor einer personellen Weichenstellung, die weit über die Frage hinausgeht, wer künftig an der Seitenlinie steht: Auch die sportliche Zukunft in einer Phase nach Ronaldo muss neu geordnet werden.
Ronaldo hatte seine Karriere im Nationalteam über zwei Jahrzehnte getragen und war für Portugal nicht nur bei Weltmeisterschaften, sondern auch in den großen Turnieren der vergangenen Jahre die prägende Figur. Dass er nun den Rücktritt aus der WM-Bühne ankündigt, markiert jedenfalls einen Einschnitt – auch wenn er selbst die Tür nicht vollständig geschlossen hat.









