Extrig.at

Die unabhängige Onlinezeitung für Österreich

SPÖ Graz: Landesparteivorstand löst Stadtparteivorstand nach Wahldebakel auf

Redaktionelle Szene zum Thema „SPÖ Graz: Landesparteivorstand löst Stadtparteivorstand nach Wahldebakel auf“

Der bisherige Vorstand der SPÖ Graz ist am Montagabend einstimmig und mit sofortiger Wirkung aufgelöst worden. Landesparteichef Max Lercher zog in einer Grundsatzrede zur künftigen Ausrichtung der steirischen Sozialdemokratie einen Schlussstrich unter die Folgen des Wahldebakels in der steirischen Landeshauptstadt.

Die Entscheidung fiel in einer Sitzung des Landesparteivorstandes als nächster Schritt nach dem schlechten Abschneiden der SPÖ in Graz. Mit der Auflösung des Stadtparteivorstands schafft die Landespartei die bisherige Führungsstruktur in der Grazer Organisation ab und macht damit den Weg für eine Neuaufstellung frei.

Konsequenz nach dem Einbruch in Graz

Die SPÖ Graz zählt zu den politisch wichtigen Organisationen der Partei in der Steiermark. Ein Debakel in der Landeshauptstadt trifft die Sozialdemokratie deshalb nicht nur organisatorisch, sondern auch strategisch. Mit der sofortigen Auflösung des Vorstands reagiert die Landespartei sichtbar und rasch auf das Ergebnis, das in der Parteispitze offenbar als so gravierend bewertet wird, dass ein Weiterarbeiten in der bisherigen Konstellation nicht mehr vorgesehen ist.

Lercher machte mit der Grundsatzrede zugleich deutlich, dass die Partei die Folgen des Misserfolgs nicht nur auf kommunaler Ebene abarbeiten will. Der Schritt zeigt, dass die steirische SPÖ die politische und personelle Aufstellung in Graz neu ordnen will. Welche Strukturen an die Stelle des aufgelösten Vorstands treten, war zunächst nicht Teil der mitgeteilten Entscheidung.

Die Auflösung des Vorstands ist damit mehr als eine bloße Personalie. Sie markiert einen Einschnitt in der innerparteilichen Organisation der SPÖ in Graz und unterstreicht, wie schwer die Partei das Wahlergebnis in der Stadt gewichtet. Für die steirische Sozialdemokratie wird die Neuaufstellung in der Landeshauptstadt nun zu einer zentralen Bewährungsprobe.

Diesen Artikel teilen