US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass er die FIFA um eine Überprüfung der Roten Karte gegen den amerikanischen Stürmer Folarin Balogun gebeten hat. Der Vorgang betrifft ein Spiel der USA bei der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft und sorgt international für Diskussionen über die Einflussnahme aus dem Weißen Haus auf sportliche Entscheidungen.
Trump sagte am Montag, er habe FIFA-Präsident Gianni Infantino direkt auf den Fall angesprochen. Hintergrund ist Baloguns Platzverweis, der in den USA auf heftige Kritik gestoßen ist. Der 23-jährige Angreifer war in der Partie gegen Ecuador nach einer umstrittenen Aktion vom Platz gestellt worden. Die Entscheidung des Schiedsrichters wurde in mehreren internationalen Medien und von ehemaligen Spielern als sehr hart bewertet.
Balogun zählt zu den wichtigsten Offensivkräften der US-Auswahl. Die Rote Karte könnte deshalb nicht nur das laufende Turnier beeinflussen, sondern auch sportliche und disziplinäre Folgen für die Mannschaft haben. Dass sich nun sogar der Präsident öffentlich einschaltet, unterstreicht die politische Brisanz des Vorfalls in einem ohnehin aufgeheizten WM-Umfeld.
Trumps Vorstoß ist auch deshalb ungewöhnlich, weil die FIFA bei Disziplinarentscheidungen grundsätzlich auf die Schiedsrichterberichte und das interne Kontrollsystem verweist. Eine politische Intervention in einen konkreten Spielvorfall wäre im Weltfußball ein seltener Vorgang. Ob und in welcher Form die FIFA den Fall tatsächlich überprüft, blieb zunächst offen.
Für die US-Auswahl kommt der Streit zur Unzeit. Das Team steht im Turnier unter Druck, jeder Ausfall in der Offensive wiegt schwer. Baloguns Sperre könnte die Chancen der Mannschaft im weiteren Verlauf des Wettbewerbs spürbar beeinträchtigen.









