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Klopp kritisiert FIFA-Entscheidung in der Balogun-Affäre scharf

Redaktionelle Szene zum Thema „Klopp kritisiert FIFA-Entscheidung in der Balogun-Affäre scharf“

Jürgen Klopp hat die Aufhebung der Rot-Sperre für US-Torjäger Folarin Balogun scharf kritisiert und dabei auch die Rolle von FIFA-Präsident Gianni Infantino sowie Berichte über eine mögliche Intervention von US-Präsident Donald Trump attackiert. „Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel“, sagte Klopp als TV-Experte vor dem WM-Achtelfinale der USA gegen Belgien in Seattle.

Der Weltverband FIFA hatte die Sperre für Balogun aufgehoben. Der 25-Jährige war im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina nach einem Zweikampf mit Tarik Muharemovic des Feldes verwiesen worden, nachdem er unabsichtlich auf dem Knöchel seines Gegners gelandet war. Damit ist der Offensivspieler nun für das Achtelfinale am Dienstag um 2.00 Uhr spielberechtigt.

Nach übereinstimmenden Medienberichten soll Trump bei Infantino angerufen und darauf gedrängt haben, die Entscheidung zu überprüfen. Klopp reagierte darauf mit deutlichen Worten: „Wenn das wirklich Trump und Infantino miteinander ausgemacht haben, das ist verrückt. Das stellt alles infrage.“

Der 59-Jährige verwies auch auf die sportliche Grundsatzfrage hinter dem Fall. Selbst wenn man die Rote Karte als Fehlentscheidung bewerte, bleibe sie Teil des Spiels. „Da gibt es gar keine zwei Meinungen. Das ist eine Rote Karte. So leid uns das tut, weil der Balogun das nicht will. Das sind die Regeln“, sagte Klopp.

Besonders scharf fiel seine Kritik an möglichen politischen Einflussnahmen aus. „Diese beiden Menschen, die beide keine Ahnung von Fußball haben, sollten gar nichts damit zu tun haben“, sagte Klopp. Die Debatte kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der frühere Liverpool-Coach auch mit dem DFB über eine mögliche Rolle als Bundestrainer verhandelt.

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