Die Stadt Linz startet gemeinsam mit dem Institut Suchtprävention von pro mente Oberösterreich eine Kampagne gegen den zunehmenden Konsum von E-Zigaretten und Nikotinbeuteln unter Jugendlichen. Unter dem Titel „Nikotin geht. Die Abhängigkeit bleibt“ sollen Schüler über Nikotingehalt, Gesundheitsrisiken und die rasche Entwicklung einer Abhängigkeit informiert werden.
Auslöser sind aktuelle Zahlen aus Oberösterreich: Laut einer Studie haben zuletzt knapp 31 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler E-Zigaretten konsumiert, rund 15 Prozent griffen zu Nikotinbeuteln. Die Stadt reagiert damit auf einen Trend, der sich seit einigen Jahren abzeichnet: Jugendliche rauchen zwar deutlich seltener klassische Zigaretten, dafür haben sich andere Nikotinprodukte etabliert.
Gerade Vapes und Nikotinbeutel gelten unter jungen Menschen als attraktiv, weil sie bunt verpackt sind, häufig süß schmecken und weniger bedrohlich wirken als Tabakzigaretten. Fachleute warnen jedoch davor, dass der Nikotingehalt teils hoch ist. Ein einzelner Nikotinbeutel kann bis zu 20 Milligramm Nikotin enthalten – mehr als eine Zigarette.
Die Folgen reichen von Übelkeit und einer Nikotinüberdosierung bis zu einer schnellen Abhängigkeit. Bei Jugendlichen ist das besonders heikel, weil sich Nikotin in dieser Phase rasch auf das Belohnungssystem auswirken kann und der Weg in eine dauerhafte Sucht oft kürzer ist als von vielen erwartet.
Die Kampagne setzt deshalb nicht nur auf Information, sondern auch auf direkte Prävention an Schulen. Geplant sind Workshops und weitere Angebote, mit denen Jugendliche über Wirkung, Risiken und die oft unterschätzte Abhängigkeit von Nikotinprodukten aufgeklärt werden sollen. Die Verantwortlichen wollen damit vor allem jene erreichen, die E-Zigaretten oder Nikotinbeutel als harmlos ansehen.









