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Waldfonds vor dem Aus: Geld für Aufforstung wird knapp

Redaktionelle Szene zum Thema „Waldfonds vor dem Aus: Geld für Aufforstung wird knapp“

Die Mittel aus dem österreichischen Waldfonds, mit denen seit 2020 Wälder klimafitter gemacht und Schäden durch Sturm, Trockenheit oder Borkenkäfer abgefedert werden sollen, sind fast aufgebraucht. Für die Aufforstung und den Umbau geschwächter Bestände wird damit auch in der Steiermark das Geld knapper – ausgerechnet in einem Bundesland, in dem fast zwei Drittel der Fläche bewaldet sind.

Der Waldfonds war mit 430 Millionen Euro dotiert und sollte den Wäldern helfen, sich besser an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Dazu zählen unter anderem die Wiederbewaldung nach Schadereignissen, die Pflege junger Bestände und der Umbau von Fichtenmonokulturen zu stabileren Mischwäldern. Ob der Fonds in ähnlicher Form fortgeführt wird, ist derzeit offen.

Wie belastet die Wälder bereits sind, zeigt sich laut Forstleuten besonders in der Südoststeiermark. Bei einem Lokalaugenschein in Fürstenfeld war der Boden nach den trockenen Monaten März und April staubtrocken, der kurze Regen der vergangenen Woche brachte kaum Entlastung. Geschwächte Bäume bieten dem Borkenkäfer ideale Bedingungen. Förster Wolfgang Hueber sprach von einem massiven Problem in manchen Jahren: Schäden und Neubefall folgten oft in engem Abstand aufeinander.

Hinzu kommen immer häufiger Stürme und andere Extremwetterereignisse. Umgestürzte Bäume bleiben liegen, brechen Kronen ab und liefern dem Borkenkäfer zusätzliches Brutmaterial. Nach Angaben aus der Forstverwaltung ist inzwischen selbst ein hoher Anteil an Schadholz vielerorts zur neuen Normalität geworden.

Für Waldbesitzer verschärft sich damit auch die wirtschaftliche Lage. Befallene Bäume müssen möglichst rasch aus dem Wald gebracht werden, doch die Verarbeitung ist nicht immer gesichert. Die Sägewerke in der Region sind nach Angaben der Landesforstdirektion ebenfalls belastet, Lagerplätze teils voll. Das erschwert es, Schadholz zeitnah abzusetzen.

Langfristig setzen Forstexperten auf einen Umbau der Bestände. In vielen Regionen dominieren noch Fichtenwälder, die Trockenheit und Schädlingen schlechter standhalten. Gefordert wird daher mehr Mischung, mehr Laubholz und insgesamt naturnähere Wälder. Das kostet allerdings Zeit und Geld – genau dort wird der Waldfonds bisher als zentrales Instrument gesehen.

In der Bundesregierung laufen die Verhandlungen über die Zukunft des Fonds noch. Wegen der angespannten Budgetlage gilt eine Kürzung jedoch als wahrscheinlich. Für die steirischen Wälder könnte das die Wiederbewaldung und den Umbau zu klimastabileren Beständen zusätzlich erschweren.

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