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Steirische Feuerwehrjugend erreicht Rekordhoch trotz rückläufiger Zahl junger Menschen

Redaktionelle Szene zum Thema „Steirische Feuerwehrjugend erreicht Rekordhoch trotz rückläufiger Zahl junger Menschen“

Mehr als 4000 Feuerwehrjugendliche haben sich am Samstag in Feldbach bei den steirischen Landesfeuerwehrjugend-Leistungsbewerben gemessen. Während die Zahl der Jugendlichen in der Steiermark seit Jahren sinkt, verzeichnet die Feuerwehrjugend im Land so viele Mitglieder wie nie zuvor: 6400 junge Menschen sind derzeit dabei.

Für die Freiwilligen Feuerwehren ist das ein bemerkenswerter Gegenakzent zu einem langfristigen demografischen Trend. Bei den Zwölf- bis Fünfzehnjährigen gab es seit 2010 rund acht Prozent weniger Jugendliche in der Steiermark. Gerade in diesem Altersbereich wirbt die Feuerwehr seit Jahren um Nachwuchs, weil die 768 steirischen Feuerwehren auf junge Mitglieder angewiesen sind.

Bei den Bewerben in Feldbach geht es nicht nur um sportlichen Ehrgeiz, sondern auch um frühe Ausbildung. Die Jugendlichen werden dort an Abläufe herangeführt, die im Ernstfall zählen: Zusammenarbeit, technisches Arbeiten und rasches Handeln. Laut Bewerbsleiter Johannes Matzhold wächst die Feuerwehrjugend jedes Jahr weiter. Die Entwicklung sei auch deshalb erfreulich, weil nicht nur die Feuerwehr selbst, sondern auch die Eltern Verantwortung dafür trügen, dass junge Menschen sich für ein Engagement entscheiden.

Nicht alle Jugendlichen bleiben später im Aktivstand, also in der Einsatzmannschaft der Feuerwehr. Viele kehren erst als Erwachsene zurück. Dennoch, so die Einschätzung aus der Feuerwehr, leisten sie schon in der Jugend einen Beitrag zur Sicherheit im Land. Dass Jugendliche in Situationen eingreifen, in denen andere wegschauen, sei besonders wertvoll, sagte Matzhold.

Der Nachwuchs kommt längst nicht mehr nur aus klassischen Feuerwehrfamilien. Der Rückgang bei den Jugendlichen wird zwar teilweise durch Zuwanderung abgefedert, zugleich wirbt die Feuerwehr offen um junge Menschen mit unterschiedlicher Herkunft. „Alle sind willkommen“, heißt es aus der Organisation, unabhängig von Hautfarbe oder Sprache. Ziel sei, gemeinsam für die Zukunft und die Sicherheit in der Steiermark zu sorgen.

Bemerkenswert ist auch der hohe Anteil von Mädchen in der Feuerwehrjugend. Bereits mehr als ein Drittel der steirischen Feuerwehrjugendlichen sind weiblich. Angesichts steigender Einsatzzahlen und wachsender technischer Anforderungen sollen die Bewerbe in Feldbach früh jene Fähigkeiten stärken, die später im Ernstfall gebraucht werden.

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