Der tödliche Absturz eines Kleinflugzeugs nahe Medulin in Kroatien Anfang Juni ist nach vorläufigen Erkenntnissen auf einen Treibstoffmangel zurückzuführen. Bei dem Unglück starben vier Österreicher. Der am Freitag veröffentlichte Untersuchungsbericht nennt als wahrscheinlichste Ursache, dass die Maschine nicht mehr ausreichend mit Kerosin versorgt war.
Das Flugzeug war dem Bericht zufolge auf dem Weg entlang der kroatischen Adriaküste unterwegs, als es abstürzte. Die Ermittler gehen nach bisherigem Stand davon aus, dass der Unfall nicht durch einen technischen Defekt oder äußere Einwirkung ausgelöst wurde, sondern durch den Ausfall der Treibstoffversorgung. Der Bericht ist vorläufig; die endgültige Unfallanalyse steht noch aus.
Medulin liegt südlich von Pula auf der istrischen Halbinsel und ist ein viel genutzter Ausgangspunkt für den Kleinflugbetrieb an der Adriaküste. Das Unglück hatte in Österreich große Aufmerksamkeit ausgelöst, weil alle vier Todesopfer aus Österreich stammten. Die genauen Umstände des Flugs und der letzte Ablauf vor dem Absturz sind weiter Gegenstand der Untersuchung.
Der Bericht der kroatischen Ermittler ist nun ein erster belastbarer Hinweis auf die Absturzursache. In der internationalen Luftfahrtunfall-Untersuchung ist es üblich, zunächst eine vorläufige Bewertung vorzulegen, bevor die abschließende Analyse mit weiteren Detailprüfungen folgt.









