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Holzleitner beruhigt die Unis nur bedingt – Milliardenlücke bleibt

Redaktionelle Szene zum Thema „Holzleitner beruhigt die Unis nur bedingt – Milliardenlücke bleibt“

Wissenschaftsministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ) hat die Universitäten zwar beschwichtigt, eine klare Zusage für mehr Geld aber vertagt. Hintergrund sind die angespannten Budgetpläne der Bundesregierung, die auch den Hochschulbereich treffen. Für 2028 ist im Ressort bereits ein Sparziel von 190 Millionen Euro vorgesehen.

Die Rektorenkonferenz reagierte auf die Linie der Ministerin mit deutlicher Skepsis. Nach den von der Regierung angekündigten Einsparungen stellen die Universitäten Studiengebühren, Personalabbau, die Schließung einzelner Fächer und Qualitätsverluste in den Raum. Besonders heikel ist das vor dem Hintergrund der laufenden Leistungsvereinbarungen, über die die staatliche Finanzierung der Unis für mehrere Jahre festgelegt wird.

Holzleitner kündigte an, sich innerhalb der Regierung für eine Budgeterhöhung bei den Hochschulen einzusetzen. Mehr als eine Absichtserklärung konnte sie den Universitäten aber nicht geben. Damit bleibt offen, ob und wie die angespannte Finanzlage im Wissenschaftsbereich noch entschärft wird.

Der Druck auf die Regierung ist damit weiter gestiegen. Die Rektorate hatten in dieser Woche vor einer Verschlechterung der Studienbedingungen gewarnt und zu einer Großdemonstration am Mittwoch aufgerufen. Im Zentrum steht die Frage, wie der Hochschulsektor mit weniger Geld weiter wachsen, Forschungsqualität halten und zugleich zusätzliche Studierende aufnehmen soll.

Für die Universitäten geht es nicht nur um kurzfristige Einsparungen, sondern um die Frage, ob der geplante Sparkurs strukturelle Folgen haben wird. Sollte es bei den derzeitigen Vorgaben bleiben, drohen nach Darstellung der Hochschulleitungen tiefere Einschnitte, als sie bisher öffentlich eingeräumt werden.

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