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Grüne verlangen mehr Schatten und Hitzeschutz für Wien

Redaktionelle Szene zum Thema „Grüne verlangen mehr Schatten und Hitzeschutz für Wien“

Die Wiener Grünen haben ein Maßnahmenpaket gegen die Hitze verlangt und dabei mehr Beschattung, zusätzliche Bäume, bessere Bedingungen in Schulen sowie Schutz in Pflegeeinrichtungen und Spitälern gefordert. Parteichefin Judith Pühringer und Klubobmann Peter Kraus präsentierten ihre Forderungen am Donnerstag im Rathauspark und verwiesen darauf, dass es dort unter Bäumen deutlich kühler sei als in vielen anderen Teilen der Stadt.

Nach Darstellung der Grünen liegt Wien beim Überschattungsgrad im öffentlichen Raum deutlich unter dem empfohlenen Wert. Statt 30 Prozent komme die Stadt nur auf rund 15 Prozent, sagten Pühringer und Kraus. Um das zu verbessern, seien mindestens 100.000 zusätzliche Bäume nötig. Zusätzlich verlangten sie eine Aufstockung der Förderung für Beschattungsmaßnahmen im privaten Bereich.

Besonders im Blick hatten die Grünen auch Schulen. Dort müsse der Hitzeschutz verstärkt werden, außerdem solle es möglich sein, nachts durchzulüften. Das sei derzeit nicht vorgesehen, hieß es. Forderungen nach einer Vorverlegung der Sommerferien wies Pühringer zurück und verwies darauf, dass extreme Hitze auch im August auftreten könne.

Kraus drängte zudem darauf, Öffis in Hitzeperioden durchgehend zu klimatisieren, Haltestellen zu überdachen und mit Trinkbrunnen auszustatten. Auch Frischluftschneisen dürften in der Stadt nicht verbaut werden, warnte er mit Blick auf den Bereich rund um den Westbahnhof. Außerdem brauche es Maßnahmen zur Stabilisierung des Wasserhaushalts in der Lobau, die unter Trockenheit leide.

Die Stadt Wien verwies auf bestehende Maßnahmen gegen Hitzebelastung. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky und Planungsstadträtin Ulli Sima sprachen in einer Aussendung von einer „Anti-Hitze-Formel“ aus mehr Wasser, mehr Schatten und mehr Räumen zum Abkühlen. Ein zentraler Baustein seien die „Coolen Zonen“: frei zugängliche, kühle und betreute Räume ohne Konsumzwang.

Nach Angaben der Stadt gibt es heuer 34 solcher Standorte in 19 Bezirken. 2023 waren es noch zwei Pilotprojekte. Künftig solle es in jedem Bezirk zumindest eine „Coole Zone“ geben. Dazu kommen laut Stadt rund 1.800 Trinkbrunnen und 75 mobile Brunnen mit Sprühfunktion. Genannt wurden außerdem die Wiener Bäder sowie rund 60 Kilometer frei zugängliche Badestrände.

Von 2021 bis 2025 seien zudem rund 577.000 Quadratmeter neue oder neugestaltete Park- und Grünanlagen entstanden, teilte die Stadt mit. Pro Jahr würden etwa 4.500 Bäume neu gepflanzt. Der SPÖ-Klub wies die Kritik der Grünen zurück und verwies auf laufende Maßnahmen für mehr Grün, Schatten, Entsiegelung und Aufenthaltsqualität in Wien.

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