In Lustenau sind am 20. Juni erstmals in Österreich Nester der Asiatischen Hornisse entdeckt worden. Beide Nester wurden noch am selben Tag zerstört. Für Imkerinnen und Imker gilt die Art als Problem, weil sie bevorzugt Honigbienen jagt.
Die Asiatische Hornisse ist in Europa seit Jahren auf dem Vormarsch. Sie stammt ursprünglich aus Asien und breitet sich in mehreren Ländern aus, nachdem sie sich dort etabliert hat. Für die heimische Bienenhaltung ist das besonders heikel, weil die Tiere vor allem an Bienenstöcken auf Beutezug gehen und dabei ganze Völker unter Druck setzen können.
Vorarlberger Imkervereine rufen deshalb zur Wachsamkeit auf. Ziel ist es, weitere Nester rasch zu entdecken, bevor sich die Art festsetzen kann. Gerade frühe Funde gelten als entscheidend, weil sich die Hornisse in der warmen Jahreszeit schnell vermehren kann und neue Völker an anderen Orten gründet.
Gefahr für Bienen und Biodiversität
Die Asiatische Hornisse ist seit 2014 auch in Österreich ein Thema in der Beobachtung der Behörden und der Imkerschaft. Der Erstfund von Nestern in Lustenau zeigt nun, dass die Art nicht mehr nur ein nahes Ausbreitungsrisiko ist. Für die Landwirtschaft und die Bestäubung ist das relevant, weil Honigbienen eine zentrale Rolle bei vielen Kultur- und Wildpflanzen spielen.
Wer verdächtige Hornissen oder Nester entdeckt, sollte sie nicht selbst entfernen, sondern die Beobachtung an zuständige Stellen oder örtliche Imkervereine weitergeben. So können Funde rasch geprüft und beseitigt werden, bevor sich die Tiere weiter ausbreiten.









