In Tennessee ist die Hinrichtung eines seit mehr als 30 Jahren inhaftierten Mannes abgebrochen worden, weil die Vollstrecker keine geeignete Vene für die Todesspritze finden konnten. Der Verurteilte soll nach dem gescheiterten Versuch nun vorerst weiter im Gefängnis bleiben.
Der Fall lenkt den Blick erneut auf die Praxis der Todesstrafe in den USA, wo Hinrichtungen immer wieder an medizinischen oder technischen Problemen scheitern. Bei der Giftspritze muss das Personal einen sicheren venösen Zugang legen; gelingt das nicht, kann die Exekution nicht wie geplant durchgeführt werden.
Der Mann verbüßt seine Strafe bereits seit mehr als drei Jahrzehnten. Welche weiteren Schritte die Behörden nun setzen und ob ein neuer Hinrichtungstermin angesetzt wird, ist offen. Der abgebrochene Vollzug dürfte die Debatte über die Durchführung der Todesstrafe in Tennessee weiter anheizen.
In den USA sind solche Vorfälle selten, aber nicht beispiellos. Immer wieder geraten Bundesstaaten unter Druck, wenn Hinrichtungen an der Verabreichung der Medikamente, an der Vorbereitung des Gefangenen oder an rechtlichen Anfechtungen scheitern. Tennessee zählt zu jenen Staaten, in denen die Todesstrafe weiter angewendet wird.









