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Venedig denkt über deutlich höhere Gebühr für Tagestouristen nach

Redaktionelle Szene zum Thema „Venedig denkt über deutlich höhere Gebühr für Tagestouristen nach“

Venedig prüft eine deutliche Anhebung der Zugangsgebühr für Tagestouristen. Nach Angaben von Bürgermeister Simone Venturini soll der Beitrag, der derzeit je nach Zeitraum zwischen fünf und zehn Euro liegt, künftig auf bis zu 50 Euro steigen können. Mit dem Modell will die Lagunenstadt Besucherströme besser steuern und die hohen Kosten des Massentourismus abfedern.

Die Überlegungen sorgen in der Stadt erneut für Diskussionen. Venedig gehört seit Jahren zu den am stärksten frequentierten Reisezielen Europas, besonders an Wochenenden und in den Sommermonaten. Tagestouristen belasten dabei nicht nur die Altstadt rund um den Markusplatz, sondern auch Infrastruktur, Müllentsorgung und öffentliche Dienste.

Die Eintrittsregelung wurde erst in jüngerer Zeit eingeführt und gilt für Besucher, die nicht in Venedig übernachten. Ziel ist es, spontane Kurzbesuche an stark ausgelasteten Tagen einzudämmen. Die nun genannte Obergrenze von 50 Euro würde das Modell allerdings auf eine neue Stufe heben und könnte vor allem Tagesausflügler aus den umliegenden Regionen und Kreuzfahrtgäste stärker treffen.

Hinter der Debatte steht ein Dauerkonflikt, der in Venedig seit Jahren geführt wird: Die Stadt lebt wirtschaftlich vom Tourismus, leidet aber zugleich unter den Folgen des Andranges. Neben der Belastung der Altstadt geht es auch um die Frage, wie sich Besucherströme in einem historisch engen, empfindlichen Stadtraum überhaupt noch wirksam regulieren lassen.

Venturini begründet die Pläne mit der Notwendigkeit, die Kosten für den Erhalt der Stadt und die Steuerung der Touristenströme gerechter zu verteilen. Ob und in welcher Form die Anhebung tatsächlich kommt, ist nun Gegenstand politischer und verwaltungstechnischer Gespräche.

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