Wer mit dem Auto ins Ausland fährt, sollte sich vorab genau über die Verkehrsregeln informieren: Schon ein Handygriff, zu viel Alkohol oder falsch geparktes Auto kann im Urlaub teuer werden. In mehreren europäischen Ländern drohen deutlich höhere Geldstrafen als in Österreich, teils auch Führerscheinentzug oder sogar Haft.
Besonders streng wird Alkohol am Steuer geahndet. In Italien kann ab 1,5 Promille sogar das Fahrzeug beschlagnahmt werden, in Spanien droht ab 1,2 Promille eine Freiheitsstrafe. Auch bei Tempoverstößen sind die Unterschiede groß: In Norwegen kostet eine Überschreitung um 20 km/h mindestens 750 Euro, wer dort 50 km/h zu schnell fährt, muss mit mehr als 1.300 Euro Strafe rechnen.
Teuer kann auch falsches oder unerlaubtes Parken werden. Vor allem aus Kroatien erhalten Urlauber laut ÖAMTC oft noch Jahre später Zahlungsaufforderungen, wenn Parkgebühren nicht bezahlt wurden. Deshalb sollten Parktickets und Zahlungsbelege aufbewahrt werden.
Strenge Regeln gelten zudem für Handy am Steuer und fehlendes Anschnallen. In Frankreich kostet das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung für Pkw-Lenker mindestens 135 Euro. In Griechenland werden für das Nichtanschnallen bis zu 350 Euro fällig.
Besondere Vorsicht ist auch bei E-Scootern im Ausland geboten. In Deutschland gilt für sie eine Versicherungs- und Kennzeichenpflicht, eine österreichische Haftpflichtversicherung wird nicht akzeptiert. Deshalb wird geraten, nicht mit österreichischen E-Scootern in Deutschland zu fahren.
In Italien dürfen E-Scooter nur auf Straßen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von maximal 50 km/h fahren. Die Nutzung außerorts sowie auf Fahrradwegen, Gehwegen und in Fußgängerzonen ist verboten. Abgestellt werden dürfen sie nicht mitten auf dem Bürgersteig. Das Mindestalter liegt bei 14 Jahren. Seit 2026 gilt für alle Lenker eine Helmpflicht, seit 17. Mai müssen E-Scooter zudem mit Kennzeichen ausgerüstet sein.
Strafzettel aus dem EU-Ausland sollten nicht ignoriert werden. Offene Strafen können auch in Österreich eingetrieben werden. In manchen Ländern gibt es bei schneller Zahlung Nachlässe, etwa in Spanien oder Italien.









