Die Salzburger SPÖ hat am Samstag in St. Johann im Pongau Arbeiterkammer-Präsident Peter Eder mit 95,3 Prozent zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Der 44. Landesparteitag bestätigte damit den 59-Jährigen als Parteichef, nachdem er die Sozialdemokraten seit Ende 2024 interimistisch gemeinsam mit zwei Frauen geführt hatte.
Eder folgt auf David Egger-Kranzinger, der vor rund eineinhalb Jahren zurückgetreten war. Mit der Wahl endet die Übergangsphase an der Spitze der Landespartei. Eder kündigte an, die SPÖ wieder in die Salzburger Landesregierung führen zu wollen.
Ziel: zurück in die Landesregierung
Der neue Parteichef stellte seine Wahl unter das Motto eines klaren Aufbruchs. Vor den Delegierten sagte Eder, man werde gemeinsam die Menschen überzeugen, „wie sexy die Sozialdemokratie ist“. Inhaltlich setzt die Parteiführung damit auf eine stärkere Verankerung im Land und auf den Anspruch, nach der politischen Schwächephase wieder regierungsfähig zu werden.
Die Wahl Eder s gilt auch deshalb als bedeutsam, weil die Salzburger SPÖ zuletzt monatelang ohne regulär gewählten Vorsitz an der Spitze auskommen musste. Der Landesparteitag in St. Johann brachte nun eine formale Klärung der Führung und zugleich ein Signal der Geschlossenheit: Das Ergebnis von 95,3 Prozent fiel deutlich aus und gibt Eder einen breiten Rückhalt in der Partei.
Der neue Landeschef bringt dafür ein Amt mit, das im politischen Alltag Gewicht hat. Als Präsident der Arbeiterkammer Salzburg ist Eder seit Jahren in der Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verankert. Für die SPÖ ist das auch strategisch wichtig: Die Partei will wieder stärker als soziale Kraft im Land auftreten und sich als Alternative zur schwarz-blauen Landespolitik positionieren.









