Auf der Tauernstrecke zwischen Villach und Salzburg sind seit Sonntag Doppelstockzüge der ÖBB im Einsatz. Zweimal täglich pro Richtung können Fahrgäste damit auf die höherkapazitären Züge ausweichen. Betroffen ist damit eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen im österreichischen Bahnverkehr.
Der Einsatz der Doppelstockzüge bedeutet vor allem mehr Platz auf der stark genutzten Strecke. Gerade auf Verbindungen zwischen Kärnten und Salzburg ist das ein Thema, weil die Züge nicht nur für den Fernverkehr, sondern auch für Pendlerinnen und Pendler sowie Reisende mit Umstiegen in Richtung Westen und Süden relevant sind.
Mehr Sitzplätze auf einer zentralen Verbindung
Die Tauernstrecke verbindet Villach mit Salzburg und ist eine wichtige Achse für den Bahnverkehr über die Alpen. Mit Doppelstockzügen lässt sich die Zahl der verfügbaren Sitzplätze pro Zug deutlich erhöhen. Für die ÖBB ist das ein Weg, die Kapazität auf stark nachgefragten Relationen punktuell zu erweitern, ohne zusätzliche Zugfahrten einlegen zu müssen.
Gerade auf längeren innerösterreichischen Verbindungen zählt für viele Fahrgäste nicht nur die Fahrzeit, sondern auch die Verfügbarkeit von Sitzplätzen. Doppelstockzüge sind auf solchen Strecken daher vor allem dann interessant, wenn das Fahrgastaufkommen schwankt oder an bestimmten Tagen besonders hoch ist.
Wichtige Strecke für Kärnten und Salzburg
Die Verbindung zwischen Villach und Salzburg ist für den Bahnverkehr in Österreich weit mehr als eine Regionalachse. Sie bindet Kärnten an den Westen des Landes an und ist zugleich Teil einer Route, die für Reisen Richtung Deutschland und für innerösterreichische Umstiege genutzt wird. Dass nun Doppelstockzüge eingesetzt werden, erhöht die Kapazität auf einem Abschnitt, der im österreichischen Bahnnetz eine zentrale Rolle spielt.
Für Reisende ist die Änderung vor allem dann spürbar, wenn die Züge voll ausgelastet sind. Mit den Doppelstockzügen stehen auf den zwei täglichen Verbindungen je Richtung mehr Plätze zur Verfügung als in herkömmlichen Garnituren. Die ÖBB setzen damit auf eine Lösung, die auf bestehende Nachfrage reagiert und ohne Ausbau der Infrastruktur zusätzliche Kapazität schafft.









