Die Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko könnte für eine ganze Reihe von Superstars der letzte große Auftritt auf der ganz großen Bühne werden. Lionel Messi, Cristiano Ronaldo, Manuel Neuer und Marko Arnautović gehören zu jener Generation, deren internationale Karriere sich dem Ende zuneigt.
Messi wird im Sommer 2026 39 Jahre alt sein, Ronaldo 41, Neuer 40 und Arnautović ebenfalls 37. Für Spieler in diesem Alter ist ein weiteres WM-Turnier vier Jahre später kaum realistisch. Gerade deshalb bekommt das Turnier in Nordamerika für viele von ihnen den Charakter eines Abschieds – auch wenn nicht jeder von ihnen bereits fix erklärt hat, danach zurückzutreten.
Bei Messi ist die Lage besonders klar: Der Weltmeister von 2022 hat seine internationale Karriere bereits mehrfach mit offenen Worten über das nahende Ende versehen. Auch Ronaldo dürfte 2026 vermutlich zum letzten Mal bei einer WM auflaufen, falls Portugal sich qualifiziert und der Stürmer seine Nationalteam-Laufbahn bis dahin fortsetzt. Für Neuer wäre eine weitere Weltmeisterschaft im Alter von 44 Jahren nur schwer vorstellbar, Arnautović wiederum würde mit 41 Jahren auf sein möglicherweise letztes großes Turnier gehen.
Die WM 2026 wird zudem erstmals mit 48 Teams ausgetragen und damit sportlich und organisatorisch größer als jedes WM-Turnier zuvor. Für die älteren Topspieler erhöht das den Symbolwert zusätzlich: Viele von ihnen haben über mehr als ein Jahrzehnt das internationale Fußballbild geprägt und stehen nun vor dem letzten Kapitel ihrer WM-Geschichte.
Für Österreich ist Arnautovićs mögliche Abschieds-WM besonders relevant. Der Rekordteamspieler ist seit Jahren das Gesicht des Nationalteams und wäre 2026, falls sich Österreich qualifiziert, einer der erfahrensten Akteure des Turniers. Auch aus deutscher Sicht wäre ein Finaleinsatz von Neuer ein markanter Schlusspunkt einer außergewöhnlichen Karriere.
Die Liste möglicher WM-Abschiede könnte sich noch verlängern. Auch weitere langjährige Leistungsträger aus Europa und Südamerika werden 2026 wohl zum letzten Mal bei einem Weltturnier dabei sein. Die WM bekommt damit nicht nur sportlich, sondern auch historisch eine besondere Dimension: Sie könnte zur Bühne eines Generationenwechsels werden.









