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Unis warnen vor Kündigungen nach geplanter Budgetkürzung von einer Milliarde Euro

Redaktionelle Szene zum Thema „Unis warnen vor Kündigungen nach geplanter Budgetkürzung von einer Milliarde Euro“

Die österreichischen Universitäten rechnen nach der angekündigten Kürzung des Budgets um eine Milliarde Euro mit harten Einschnitten. Unirektorensprecherin Brigitte Hütter sagte in der ZiB2, man werde „bald mit Kündigungen beginnen müssen“, wenn die Pläne umgesetzt werden. Die Warnung kommt zu einem Zeitpunkt, in dem die Hochschulen ohnehin auf steigende Kosten und wachsende Studierendenzahlen verweisen.

Hütter trat damit den Sparplänen der Bundesregierung offen entgegen. Nach ihrer Darstellung trifft die Kürzung nicht nur den laufenden Betrieb, sondern auch Personal, Studienangebot und die Forschungsleistung der Hochschulen. Besonders heikel ist aus Sicht der Universitäten, dass ein so massiver Eingriff nicht kurzfristig aufgefangen werden könne. Fixkosten wie Gehälter, Energie und Infrastruktur ließen sich nicht einfach im selben Ausmaß senken.

Die Universitäten gehören zu den größten öffentlichen Bildungseinrichtungen des Landes und sind in Forschung, Lehre und Standortentwicklung eng mit Österreichs Wirtschaft und Innovationspolitik verbunden. Wenn das Budget tatsächlich in dieser Größenordnung sinkt, dürfte das nach Einschätzung der Rektoren nicht ohne Folgen für befristete Verträge, Assistenzen und Servicebereiche bleiben. Auch bei Lehrveranstaltungen und Betreuung könnte sich der Spielraum verringern.

Hütter kündigte in diesem Zusammenhang auch Proteste an. Die Universitäten wollen damit den politischen Druck erhöhen, bevor die Budgetentscheidungen im Detail umgesetzt werden. Im Kern geht es um die Frage, wie viel Kürzung die Hochschulen verkraften können, ohne dass Lehre und Forschung dauerhaft Schaden nehmen.

Der Konflikt fällt in eine Phase, in der Österreichs Hochschulen stärker denn je auf Planungssicherheit angewiesen sind. Für die Universitäten steht dabei nicht nur die Finanzierung einzelner Jahre auf dem Spiel, sondern auch die mittelfristige Entwicklung des gesamten Sektors. Eine Kürzung in Milliardenhöhe würde sich nach Ansicht der Hochschulvertreter quer durch den Betrieb auswirken.

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