Immer mehr junge Menschen in Österreich entscheiden sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr: 2025 haben rund 1900 Personen dieses Angebot genutzt, 1200 davon waren Frauen. Das geht aus der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der FPÖ durch Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ) hervor. Im Jahr davor waren es noch 1700 Teilnehmende. Vor der gesetzlichen Verankerung des FSJ im Jahr 2012 lagen die Zahlen noch bei 300 bis 400 pro Jahr.
Das Freiwillige Soziale Jahr richtet sich an junge Menschen, die für eine begrenzte Zeit in sozialen Einrichtungen mitarbeiten und dabei praktische Erfahrung sammeln wollen. Am häufigsten engagierten sich die Teilnehmenden zuletzt im Rettungswesen, gefolgt von der Sozial- und Behindertenhilfe sowie der Betreuung von Kindern und älteren Menschen.
Der Anstieg passt zu einem längerfristigen Trend: Seit der gesetzlichen Absicherung hat sich das FSJ von einem vergleichsweise kleinen Angebot zu einem deutlich stärker genutzten Format entwickelt. Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist es eine Möglichkeit, berufliche Orientierung mit einem gesellschaftlichen Beitrag zu verbinden. Für die Einrichtungen wiederum sind die Freiwilligen eine spürbare Unterstützung im Alltag.
Die Zahlen zeigen zugleich, dass das Angebot weiterhin vor allem von Frauen genutzt wird. Mit 1200 weiblichen Teilnehmenden entfiel 2025 deutlich mehr als die Hälfte der Plätze auf Frauen. Wie sich die Nachfrage in den kommenden Jahren entwickelt, dürfte auch davon abhängen, wie attraktiv das FSJ für Schulabgängerinnen und Schulabgänger bleibt und wie viele Einsatzstellen zur Verfügung stehen.









