Josef Hickersberger hält das österreichische Fußball-Nationalteam bei der kommenden Weltmeisterschaft für reif für das Achtelfinale. Der frühere Teamchef, Meistertrainer und Spieler sagte, er wolle betonen, dass Österreich derzeit „eine der besten Nationalmannschaften der letzten Jahrzehnte“ habe.
„Und ich traue dieser Mannschaft eigentlich das Achtelfinale zu“, sagte Hickersberger in einem Interview. Auf Nachfrage bremste er die Erwartungen allerdings etwas: Für ein Viertelfinale müsse es „schon sehr gut laufen“.
Hickersberger begründet seine Zuversicht auch mit der Entwicklung im Profifußball. Seit seiner Zeit als Teamchef habe sich vieles verändert, sagte er. Die Mannschaften würden heute professioneller arbeiten und dadurch auch erfolgreicher sein.
Der 76-Jährige blickte im Gespräch auch auf seine eigene Laufbahn zurück. Zu seinen schönsten Erinnerungen zählen für ihn die Meistertitel, die er als Bestätigung guter Arbeit sieht. Die historische Bedeutung des WM-Spiels gegen Deutschland in Córdoba 1978, an dem er als Spieler beteiligt war, sei ihm erst im Nachhinein richtig bewusst geworden.
Offen sprach Hickersberger auch über Rückschläge. Besonders schmerzhaft sei für ihn die 0:1-Niederlage gegen die Färöer-Inseln 1990 gewesen. Das habe er damals für kaum vorstellbar gehalten. Zudem erinnerte er an einen Schlaganfall im Alter von 70 Jahren, den er nach eigenen Worten nur knapp überstanden habe. Viele der kommenden WM-Spiele will er im Fernsehen verfolgen.









