In Österreich ist die Zahl der Dollar-Millionäre im vergangenen Jahr auf knapp 200.000 gestiegen. Laut dem aktuellen „World Wealth Report 2026“ des Beratungsunternehmens Capgemini gab es damit erstmals rund 199.000 Menschen im Land mit einem Vermögen von mindestens einer Million US-Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Als wichtigste Treiber nennt die Studie die gesunkene Inflation und die gute Entwicklung der Finanzmärkte. Beide Faktoren hätten die Vermögensbildung begünstigt – in Österreich ebenso wie international. Weltweit habe sich die Zahl der vermögenden Privatpersonen ebenfalls erhöht, getragen vor allem von Börsenkursen und einer Stabilisierung des Preisniveaus.
Für Österreich bedeutet der Anstieg einen deutlichen Sprung innerhalb nur eines Jahres. Der Bericht reiht das Land damit in jene Staaten ein, in denen die Vermögen besonders stark zugelegt haben. Maßgeblich dafür sind vor allem Wertsteigerungen bei Finanzanlagen, die bei wohlhabenderen Haushalten stärker ins Gewicht fallen als klassische Spareinlagen.
Der Begriff Dollar-Millionäre bezieht sich auf das Nettovermögen in US-Dollar, also auf alle Vermögenswerte abzüglich Verbindlichkeiten. Für die Einordnung in Österreich ist diese internationale Messgröße relevant, weil sie Vergleiche zwischen Ländern und Regionen ermöglicht. Wechselkurse, Börsenentwicklung und Inflationsverlauf können die Zahl innerhalb kurzer Zeit spürbar beeinflussen.
Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der sich die Vermögensverteilung in vielen Ländern weiter auseinanderbewegt. Während steigende Kurse Vermögen nach oben treiben, profitieren Menschen mit geringeren Rücklagen deutlich weniger von solchen Effekten. Für Österreich zeigt der Bericht daher vor allem eines: Die Erholung an den Finanzmärkten hat sich unmittelbar auch in der Zahl der sehr Vermögenden niedergeschlagen.









