Auf der Internationalen Raumstation ISS sind fünf Raumfahrer am Freitag wegen eines Luftlecks im russischen Modul Swesda vorsorglich in ein „Dragon“-Raumschiff gewechselt. Nach einer Unterbrechung der Reparaturarbeiten kehrte die Besatzung nach Angaben der NASA wieder sicher auf die Station zurück.
Das Leck trat in einem Bereich auf, der für die Lebenserhaltung und den Betrieb der russischen Segmentteile der ISS zentral ist. Swesda gehört seit Jahren zu den technisch älteren Komponenten der Raumstation und ist immer wieder Gegenstand von Wartungs- und Dichtungsarbeiten.
Die NASA hatte die Besatzung zunächst in Alarmbereitschaft versetzt, weil bei Luftlecks auf der ISS stets geprüft werden muss, ob der Druckverlust kontrollierbar bleibt. Solche Vorfälle führen zwar nicht automatisch zu einer akuten Gefahr, sie können aber rasch zu Anpassungen im Betriebsablauf an Bord zwingen. In diesem Fall wurde die Crew vorübergehend in das private Raumschiff gebracht, das im Rahmen der Versorgungs- und Rückkehrflüge an der Station angedockt ist.
Nach Abschluss der Unterbrechung setzten die russischen Teams die Arbeiten fort. Dass die Astronauten anschließend wieder in die Raumstation zurückkehren konnten, deutet darauf hin, dass die Lage unter Kontrolle blieb. Über größere Folgen für den regulären Betrieb der ISS wurde zunächst nichts bekannt.
Die ISS kreist seit mehr als 20 Jahren im All und ist auf eine enge Zusammenarbeit zwischen den USA, Russland, Europa, Japan und Kanada angewiesen. Technische Störungen im russischen Segment sind deshalb nicht nur ein Wartungsproblem, sondern immer auch ein Test für die Stabilität der internationalen Zusammenarbeit im Orbit.









