Ein Erdbeben der Stärke 6,2 hat am Dienstagmorgen vor der Küste Kalabriens das Tyrrhenische Meer erschüttert und war nach ersten Berichten in Teilen Süditaliens sowie auf der Balkanhalbinsel zu spüren. Angaben zu größeren Schäden oder Verletzten lagen zunächst nicht vor.
Das Beben ereignete sich nach den vorliegenden Informationen vor der süditalienischen Region Kalabrien. In einer seismisch aktiven Zone wie dem Mittelmeerraum werden Erdstöße dieser Stärke häufig auch in größerer Entfernung wahrgenommen, vor allem in höheren Stockwerken oder in Regionen mit lockerer Bauweise.
Region zwischen Italien und Balkan häufig betroffen
Kalabrien liegt in einem Gebiet, in dem mehrere tektonische Platten aufeinandertreffen. Entsprechend kommt es dort immer wieder zu spürbaren Erdbeben. Auch auf dem westlichen Balkan werden Erdstöße aus dem zentralen Mittelmeerraum oft registriert, selbst wenn das Epizentrum weit entfernt liegt.
Erdbeben mit einer Magnitude von mehr als 6 gelten als stark und können lokal erhebliche Auswirkungen haben. Entscheidend für die tatsächlichen Folgen sind neben der Tiefe des Bebens vor allem die Entfernung zum Epizentrum und die Beschaffenheit der Gebäude.
Behörden und seismologische Dienste beobachteten die Lage nach dem Beben weiter. Ob es zu Nachbeben kommt, hängt von der weiteren Entwicklung im betroffenen Gebiet ab.









