Die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter, Eisenbahnen und Bergbau (BVAEB) hat die Selbstbehalte für Behandlungen auf Kasse von zehn auf 20 Prozent verdoppelt. Die Änderung gilt seit Montag und wurde erst am Wochenende öffentlich bekannt gemacht. Betroffen sind BVAEB-Versicherte, die für Arztbesuche und Therapien bisher zehn Prozent Selbstbehalt bezahlt hatten.
Die Anhebung kommt für viele Versicherte überraschend. Vor zehn Jahren waren die Selbstbehalte noch von der damaligen BVA auf zehn Prozent gesenkt worden, nun kehrt die Versicherung wieder zum früheren Satz zurück. Nach den vorliegenden Angaben wurden die Betroffenen erst kurz vor Inkrafttreten informiert.
Die Entscheidung stößt auf heftige Kritik. Seniorenvertreter reagierten ebenso empört wie die Grünen und die FPÖ. Vor allem der Zeitpunkt der Bekanntgabe sorgt für Unmut: Die Erhöhung wurde erst unmittelbar vor dem Stichtag publik gemacht, obwohl sie bereits mit 1. Juni schlagend wurde.
Die BVAEB ist die Sozialversicherung für öffentlich Bedienstete, Eisenbahnbedienstete und Beschäftigte im Bergbau. Für ihre Versicherten bedeutet die Änderung, dass bei Kassenbehandlungen künftig ein höherer Anteil der Kosten direkt zu tragen ist. Das trifft sowohl laufende Arztbesuche als auch Therapien.









