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Mehr als 1000 Feuerwehreinsätze nach heftigen Unwettern in Oberösterreich

Redaktionelle Szene zum Thema „Mehr als 1000 Feuerwehreinsätze nach heftigen Unwettern in Oberösterreich“

Orkanartige Sturmböen, umgestürzte Bäume und beschädigte Gebäude haben die Feuerwehren in Oberösterreich am Wochenende massiv gefordert. Landesweit mussten nach zwei aufeinanderfolgenden Unwettertagen mehr als 1000 Einsätze abgearbeitet werden, verletzt wurde nach aktuellem Stand niemand.

Die Bilanz fiel besonders nach der Gewitterfront vom Sonntagnachmittag schwer aus: Rund 400 Einsätze entfielen auf das Unwetter am Samstag, knapp 700 auf die zweite Welle am Sonntag. In Enns wurden Sturmböen mit bis zu 115 km/h gemessen. Nach Angaben des Landesfeuerwehrkommandos zog das Unwetter vom Innviertel über den Zentralraum weiter Richtung Freistadt. Betroffen war vor allem der Norden des Landes, aber auch im übrigen Oberösterreich kam es zu zahlreichen Alarmierungen.

Viele Straßen blockiert, Dächer beschädigt

Die Einsatzkräfte mussten vor allem wegen umgestürzter Bäume, blockierter Verkehrswege und beschädigter Gebäude ausrücken. In Bad Goisern im Bezirk Gmunden waren mehrere Feuerwehrfahrzeuge gleichzeitig im Einsatz, um Gefahrenstellen zu sichern und Straßen wieder freizumachen. In Wels riss der Wind einen Teil des Dachs eines Firmengebäudes ab und schleuderte ihn über die B1.

Auch am Pleschinger See kam es zu einer heiklen Situation: Ein Baum stürzte in unmittelbarer Nähe eines Unterstandes um, in dem sich Menschen aufhielten. Im Bezirk Linz-Land wurde ein Jugendlicher in St. Florian mit seinem Moped von den Sturmschäden überrascht. Mehrere Bäume lagen quer über der Straße und schnitten ihm den Weg ab. Die Feuerwehr musste die Fahrbahn mit der Motorsäge freiräumen.

Rettungseinsätze auf Seen und in offener Fläche

Im Innviertel wurde in Höhnhart ein 54-jähriger Radfahrer von einer Sturmböe mehrere Meter weit in ein Feld geschleudert. Er wurde mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Besonders gefordert war die Feuerwehr auch im Salzkammergut. Auf den Seen waren trotz angekündigter Gewitterfront noch Wassersportler unterwegs. Am Attersee musste die Besatzung eines Segelbootes gerettet werden, zudem gerieten mehrere Stand-up-Paddler in Schwierigkeiten. Am Wolfgangsee brachten Einsatzkräfte zwei Kajakfahrer nach Sturm und Wellengang wieder an Land. Auch am Traunsee waren mehrere Wasserrettungseinsätze nötig.

Die Feuerwehren arbeiteten die Schäden über das ganze Bundesland verteilt ab. Die Einsätze zogen sich teils bis in die Nacht hinein.

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