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Förderungskürzungen beenden das Erzählkunstfestival „Graz erzählt“

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Das Erzählkunstfestival „Graz erzählt“ findet heuer zum letzten Mal statt. Von 21. bis 25. Mai wird das von Folke Tegetthoff 1989 gegründete Festival noch einmal in der Steiermark veranstaltet, bevor es endet. Grund für das Aus sind Förderungskürzungen des Landes Steiermark.

Vor fünf Jahren hatte Tessa Erker-Tegetthoff die Festivalleitung von ihrem Vater übernommen. Nun sei Schluss, sagte sie. „Jede Geschichte hat einen Anfang sowie auch ein Ende. Und dieses Märchen geht nach 30 Jahren zu Ende“, erklärte sie. Die Rahmenbedingungen hätten sich verändert, das Festival sei in dieser Form nicht mehr fortzusetzen.

Nach ihren Angaben waren Sponsoren über viele Jahrzehnte treu geblieben, zusätzlich seien heuer sogar neue Unterstützer gewonnen worden. Ausschlaggebend sei aber die drastische Kürzung der Förderung durch das Land Steiermark gewesen. Dadurch seien auch weitere Standorte außerhalb von Graz weggefallen, womit die gesamte Struktur zusammengebrochen sei und das Festival nicht mehr umsetzbar sei.

Der Entschluss, aufzuhören, mache sie traurig, sagte Erker-Tegetthoff. Gleichzeitig sei es eine bewusste Entscheidung gewesen, zu einem Zeitpunkt Schluss zu machen, an dem noch ein schönes Festival möglich sei.

Zum Abschied soll das Programm ein Best of der vergangenen 30 Jahre zeigen. Geplant sind die „Lange Nacht der Geschichten“ an zwei Abenden im Schauspielhaus Graz, ein Familienfest in Thal bei freiem Eintritt und erstmals seit Jahren wieder eine Schlössertour. Insgesamt sollen 24 Künstler aus acht Nationen nach Graz kommen. Die Tour führt als Ganztagstour zu zwei Schlössern in der Region Graz.

Tegetthoff betonte, dass Erzählkunst beim Publikum ankomme. Das Publikum gehe nicht aus, sagte sie. Vielmehr gebe es eine Sehnsucht nach einer einfachen Kunstform, die auf Kommunikation zurückkomme und unterschiedliche Formen des Erzählens sowie verschiedene Kulturen und Religionen erlebbar mache.

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