Die AfD hat in einer bundesweiten Umfrage erstmals die Marke von 30 Prozent erreicht. Die Union unter Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz rutschte im selben Erhebungsbild auf ein neues Rekordtief ab.
Damit setzt sich der Aufwärtstrend der AfD fort, der sich nach den Erfolgen bei mehreren Landtagswahlen bereits abgezeichnet hatte. Für die Union verschärft sich dagegen die Lage: Der Abstand zur AfD wächst, während die Werte für die Christdemokraten und ihre bayerische Schwesterpartei weiter sinken.
Die Entwicklung fällt in eine Phase, in der die politischen Kräfteverhältnisse in Deutschland neu vermessen werden. Die AfD profitiert in den Umfragen von ihrer anhaltend starken Position, während die Union unter Merz bislang keinen Trend zur Stabilisierung erkennen lässt.
Bundesweite Umfragen sind zwar keine Wahlentscheidung, sie gelten aber als wichtiger Stimmungsindikator für die politische Lage. Vor allem für die Union ist der erneute Rückgang heikel, weil er in unmittelbarer Nähe zu früheren Tiefstwerten erfolgt und den Druck auf die Parteiführung erhöht.









