In Wien ist das NEOS-geführte Ressort von Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling derzeit vor allem mit der Aufarbeitung von Skandalen beschäftigt. Statt neuer politischer Akzente prägen interne Baustellen und personelle Folgewirkungen die Arbeit im Rathaus.
Emmerling steht damit in einer Phase im Mittelpunkt, in der es zunächst um Ordnung im eigenen Verantwortungsbereich geht. Die politische Debatte dreht sich weniger um Inhalte als um die Frage, wie rasch das Ressort wieder zu einer regulären Arbeitslinie findet.
Der Eindruck einer Dauerbaustelle ist dabei nicht neu. Im Umfeld des Ressorts haben sich mehrere Probleme gesammelt, die nun bearbeitet werden müssen. Für die NEOS bedeutet das, dass sie in Wien vorerst vor allem mit Schadensbegrenzung befasst sind.
Gerade für die Rolle einer Vizebürgermeisterin ist das politisch heikel: Wer in einem zentralen Rathausressort Verantwortung trägt, muss nicht nur verwalten, sondern auch Vertrauen herstellen. Solange interne Aufräumarbeiten den Alltag bestimmen, bleibt wenig Raum für sichtbare inhaltliche Projekte.
Damit steht das NEOS-Ressort in Wien unter besonderem Beobachtungsdruck. Ob und wann die Partei wieder stärker mit politischen Vorhaben statt mit Krisenbewältigung in Verbindung gebracht wird, hängt nun davon ab, wie konsequent die laufenden Probleme aufgearbeitet werden.









